Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat die Empfehlungen für die COVID-19-Impfung im Juli 2026 aktualisiert. Unsere Inhalte werden derzeit überarbeitet.
Die wichtigsten Informationen zur aktualisierten COVID-19-Impfempfehlung finden Sie auf der Seite des Robert Koch-Instituts.
In Deutschland ist das Coronavirus SARS-CoV-2 dauerhaft verbreitet. Die Impfung gegen COVID-19 ist die wirksamste Maßnahme, um Kinder mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu schützen.
Für gesunde Kinder empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) keine COVID-19-Impfung.
Die STIKO empfiehlt die Impfung jedoch für Kinder ab einem Alter von 6 Monaten bei einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf oder einem erhöhten Ansteckungsrisiko. Dazu zählen Kinder mit bestimmten Grunderkrankungen sowie Kinder in Pflegeeinrichtungen.
Das Coronavirus SARS-CoV-2 verbreitet sich hauptsächlich durch Tröpfchen und Aerosole (winzige, in der Luft schwebende Tröpfchen). Diese werden von infizierten Personen beim Husten, Niesen, Atmen, Sprechen und Singen freigesetzt. Gelangen sie an die Schleimhäute von Nase, Mund oder Augen einer anderen Person, kann es zur Ansteckung kommen.
Die Zeitspanne von der Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung (Inkubationszeit) dauert meist mehrere Tage. Infizierte Personen können das Coronavirus jedoch schon übertragen, bevor sie erste Krankheitszeichen entwickeln. Zudem können infizierte Personen auch dann andere anstecken, wenn sie selbst nicht erkranken. Das größte Ansteckungsrisiko besteht kurz vor und nach dem Beginn von Krankheitszeichen und nimmt im Verlauf der Erkrankung ab.
Typische Symptome sind Schnupfen, Husten, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen sowie öfter als bei Erkältungen auch Fieber. Es kann zu Kurzatmigkeit und Atemnot kommen. Möglich sind auch Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Appetitlosigkeit. Andere Organe sind selten betroffen.
Der Verlauf einer SARS-CoV-2-Infektion variiert stark. Einige Infizierte zeigen keine Krankheitszeichen, während die meisten milde bis mittelschwere Symptome haben und sich innerhalb von ein bis zwei Wochen erholen. Insbesondere bei Menschen mit bestimmten Grunderkrankungen und bei älteren Menschen können jedoch schwere Verläufe auftreten. Dabei kann es zum Beispiel zu Lungenentzündung, dem Versagen von Organen oder zum Verschluss eines Blutgefäßes (Embolie) kommen. Ein Teil der Betroffenen entwickelt nach der akuten Infektion Langzeitfolgen (Long COVID).
Gesunden Säuglingen und Kindern wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) keine Impfung gegen COVID-19 empfohlen. Grund hierfür ist, dass das Risiko für schwere Verläufe bei Kindern und Jugendlichen niedrig ist und der Nutzen im Verhältnis zu möglichen Nebenwirkungen als gering eingestuft wird.
Impfempfehlung
Die STIKO empfiehlt die Corona-Impfung für Kinder ab einem Alter von 6 Monaten bei erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf von COVID-19 oder einem erhöhten Infektionsrisiko. Dazu zählen:
Außerdem wird die Impfung für Familienangehörige und enge Kontaktpersonen (ab 6 Monaten) von Personen empfohlen, bei denen nach einer COVID-19-Impfung keine schützende Immunantwort zu erwarten ist.
Durchführung der Impfung
Für Kinder ab einem Alter von 6 Monaten bis einschließlich 4 Jahren, die erstmalig gegen COVID-19 geimpft werden, wird zunächst eine Grundimmunisierung empfohlen. Diese umfasst je nach verwendetem Impfstoff in der Regel 2 Impfstoffdosen. Wenn ein Kind sich bereits nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt hat, können auch weniger Impfstoffdosen notwendig sein. Bei Kindern, die bisher nur eine Impfstoffdosis bekommen haben und sich nicht nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt haben, sollte die Grundimmunisierung vervollständigt werden.
Auffrischimpfungen sollten jährlich bevorzugt zu Beginn der COVID-19-Sasison im Spätsommer oder Frühherbst durchgeführt werden. Noch nicht erfolgte Impfungen sollen unbedingt im Verlauf der Saison nachgeholt werden.
Auf die Auffrischimpfung kann bei gesundem Immunsystem verzichtet werden, wenn im Laufe des Jahres eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 stattgefunden hat.
Bei Personen mit Immunschwäche können zusätzliche Impfstoffdosen und verkürzte Impfabstände notwendig sein.
Die Impfentscheidung soll individuell nach ärztlicher Beratung erfolgen. Dabei werden die Risiken für einen schweren Krankheitsverlauf gegenüber dem Nutzen der Impfung und möglichen Nebenwirkungen abgewogen.
Die STIKO empfiehlt für die Impfung mRNA- sowie proteinbasierte Impfstoffe, die für die jeweilige Altersgruppe zugelassen sind. Der jeweilige Impfstoff wird außerdem gemäß den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) jedes Jahr an die aktuell vorherrschenden Virusvarianten angepasst.
Derzeit in Überarbeitung
Wie bei jeder Impfung können auch nach der COVID-19-Impfung bei Kindern Nebenwirkungen auftreten.
Die häufigsten Impfreaktionen sind Druckschmerzen an der Einstichstelle. Es kann auch zu Rötung und Schwellung kommen. Allgemeinreaktionen wie Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und Fieber sind ebenfalls möglich. Diese Reaktionen sind Ausdruck der erwünschten Aktivierung des Immunsystems und klingen in der Regel nach wenigen Tagen folgenlos ab.
Schwerwiegende Nebenwirkungen wie Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen (Myokarditis und Perikarditis) sind zwar möglich, treten jedoch sehr selten auf.
Auch allergische Sofortreaktionen sind sehr selten.
Es sind keine Nebenwirkungen bekannt oder zu erwarten, die erst lange Zeit nach der Impfung auftreten.
Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten des Robert-Koch-Instituts (RKI).
Bei Fragen rund um die Impfung wenden Sie sich am besten an Ihre Arztpraxis. Die Ärztin oder der Arzt wird Sie vor der Impfung über Nutzen und mögliche Risiken aufklären.