Hygiene beim Husten & Niesen

Einfache Hygieneregeln beim Husten und Niesen schützen andere vor Ansteckung

Schnupfen und Husten sind typische Krankheitszeichen vieler Atemwegsinfektionen.  Beim Husten und Niesen werden über Speichel und Nasensekret unzählige Krankheitserreger versprüht und können durch eine Tröpfcheninfektion auf andere übertragen werden. Dazu zählen beispielsweise Erkältungs- oder Grippeviren oder auch Bakterien, die Keuchhusten oder Scharlach verursachen.

Einfache Hygieneregeln beim Husten und Niesen tragen dazu bei, andere nicht anzustecken.



Richtig husten und niesen

Beim Husten oder Niesen sollte möglichst kein Speichel oder Nasensekret in die Umgebung versprüht werden. Sich beim Husten oder Niesen die Hand vor den Mund zu halten, wird oft für höflich gehalten. Aus gesundheitlicher Sicht aber ist dies keine sinnvolle Maßnahme: Dabei gelangen Krankheitserreger an die Hände und können anschließend über gemeinsam benutzte Gegenstände oder beim Hände schütteln an andere weitergereicht werden.

Um keine Krankheitserreger weiterzuverbreiten und andere vor Ansteckung zu schützen, sollten Erkrankte die Regeln der sogenannten Husten-Etiquette beachten, die auch beim Niesen gilt:    

  • Halten Sie beim Husten oder Niesen mindestens einen Meter Abstand von anderen Personen und drehen Sie sich weg.
  • Niesen oder husten Sie am besten in ein Einwegtaschentuch. Verwenden Sie dies nur einmal und entsorgen es anschließend in einem Mülleimer mit Deckel. Wird ein Stofftaschentuch benutzt, sollte dies anschließend bei 60°C gewaschen werden.
  • Und immer gilt: Nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten gründlich die Hände waschen!
  • Ist kein Taschentuch griffbereit, sollten Sie sich beim Husten und Niesen die Armbeuge vor Mund und Nase halten und ebenfalls sich dabei von anderen Personen abwenden.

FAQ zu Husten und Schnupfen

Antworten auf häufige Fragen zu Hygiene- und Schutzmaßnahmen bei Atemwegsinfektionen finden Sie hier:

Wie werden Nasentropfen oder -spray hygienisch angewendet?

Nasentropfen oder Nasenspray dürfen nur von einer Person genutzt werden, um eine Keimübertragung zu vermeiden. Achten Sie zudem auf eine hygienische Anwendung:

  • Bei der Verwendung von Nasentropfen bzw. Spray in einer Quetschflasche sollten Sie das Saughütchen der Tropfpipette bzw. das Fläschchen zusammengedrückt halten, bis Sie den Applikator aus der Nase gezogen haben, damit kein Nasensekret in die Flasche gelangt.
  • Wischen Sie alle Teile, die in die Nase eingeführt werden, nach jedem Gebrauch mit einem sauberen Tuch gründlich ab und setzen Sie die Schutzkappe wieder auf.
  • Beachten Sie die Angaben in der Packungsbeilage, wie lange das Produkt nach dem Anbruch haltbar ist. Sie sollten das Produkt entsorgen, wenn dieser Zeitraum überschritten ist.
  • Wenn Sie unter einer chronischen Entzündung der Nebenhöhlen leiden, sollten Sie den Sprühkopf des verordneten Nasensprays besonders sorgfältig nach dem Gebrauch mit heißem Wasser reinigen. Denn ansonsten kann eine Verunreinigung dazu führen, dass Sie bei erneuter Anwendung wieder Bakterien in Ihre Nasenschleimhäute einbringen.

Wann ist bei Husten und Schnupfen eine ärztliche Behandlung angeraten?

Bei starken Beschwerden, schwer beeinträchtigtem Allgemeinbefinden und Fieber ist es ratsam, eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen. Vor allem bei Säuglingen, Senioren oder abwehrgeschwächten Menschen verlaufen Krankheiten oft schwerer.
Eine ärztliche Behandlung kann dazu beitragen, dass Sie rascher und ohne Komplikationen wieder gesund werden und beugt so auch einer Weiterverbreitung der Erkrankung vor.
Bei Erkältung oder Grippe werden meist nur die Krankheitszeichen behandelt, beispielsweise durch fiebersenkende oder schleimlösende Mittel sowie durch abschwellende Nasentropfen. Die Viren, welche die Erkrankung auslösen, können jedoch nicht direkt bekämpft werden. Antibiotika sind gegen Viren unwirksam. Nur wenn eine bakterielle Infektion vorliegt, wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin bei Bedarf ein Antibiotikum verordnen. Das Antibiotikum muss genau nach Anweisung eingenommen werden, damit es richtig wirken kann. Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wie lange Sie noch ansteckend sind.
Weitere Informationen zu einzelnen Erkrankungen finden Sie in den Erregersteckbriefen.

Kann eine Impfung vor Husten und Schnupfen schützen?

Vor vielen Infektionskrankheiten kann eine Impfung schützen. Beachten Sie die Impfempfehlungen, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) regelmäßig aktualisiert werden und lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin beraten.

Auch gegen einige Atemwegsinfektionen, die neben anderen Krankheitszeichen mit Husten und Schnupfen einhergehen, stehen Schutzimpfungen zur Verfügung, zum Beispiel gegen Grippe oder Keuchhusten.  Gegen Erkältungskrankheiten gibt es jedoch keine Impfung. Die Grippeimpfung schützt nicht davor, da Erkältungen, sogenannte grippale Infekte, durch andere Viren ausgelöst werden als die echte Grippe (Influenza). Influenzaviren bilden häufig neue Varianten. Deshalb wird auch der Influenza-Impfstoff jedes Jahr neu angepasst und die Impfung muss jährlich erneuert werden.