Chikungunya-Fieber ist eine Krankheit, die durch das Chikungunya-Virus hervorgerufen wird. Der Erreger kann durch Stechmücken der Gattung Aedes übertragen werden. Chikungunya-Viren kommen vor allem in tropischen und subtropischen Regionen vor. Zwar wurden in den letzten Jahren auch Erkrankungsfälle in Südeuropa berichtet, die vor Ort übertragen wurden (autochthone Infektionen). Doch die überwiegende Zahl der europäischen Fälle treten in Zusammenhang mit Reisen auf. Auch in Deutschland kommt in einigen Regionen die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) vor, die Chikungunya-Viren übertragen kann. Daher sind autochthone Infektionen auch hierzulande denkbar.
Die Erkrankung geht mit plötzlich auftretendem Fieber, starken Gelenkschmerzen, Hautausschlag, Kopf- oder Muskelschmerzen sowie in seltenen Fällen auch mit neurologischen Symptomen wie einer Entzündung des Gehirns oder der Hinhaut einher. Besonders gefährdet für schwere Verläufe sind Säuglinge innerhalb des ersten Lebensjahres, ältere Menschen und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen.
Die Ständige Impfkomission (STIKO) empfiehlt eine Impfung gegen Chikungunya für Personen ab 12 Jahre, die
- in ein Gebiet reisen, für das ein aktuelles Chikungunya-Ausbruchsgeschehen bekannt ist oder
- die einen längeren Aufenthalt (über 4 Wochen) oder wiederholte Kurzzeitaufenthalte in einem Chikungunya-Endemiegebiet planen, wenn zusätzlich ein erhöhtes Risiko für eine Chronifizierung oder einen schweren Verlauf der Erkrankung besteht.
Die Impfung wird auch für Personen mit beruflichem Risiko empfohlen, die in Laboratorien Tätigkeiten mit Chikungunya-Viren ausüben.
Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten des Robert Koch-Instituts (RKI).
Stand:
10.07.2025
(#10247)