Coronavirus SARS-CoV-2: Erhöhte Ansteckungsgefahr in Herbst und Winter

Das Coronavirus verbreitet sich über Tröpfchen und Aerosole aus den Atemwegen. In welchen Situationen ist das Risiko einer Ansteckung erhöht und wie kann man sich in diesem Herbst und Winter schützen?

Weniger Kontakte. Mehr Schutz.

Wenn wir uns mit weniger Menschen treffen, kann sich die Zahl der Ansteckungen verringern.
Wenn wie so viele Menschentreffen wie sonst auch...
...können durch jeden einzelnen viele weitere Menschen angesteckt werden.
Wenn wir nur noch halb so viel Kontakt haben, ...
...geht das Virus auf deutlich weniger Menschen über.
Weniger Treffen sind der Schlüssel um sich und andere zu schützen.

Wie erfolgt die Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2?

Das Coronavirus SARS-CoV-2 wird hauptsächlich über virushaltige Partikel übertragen, die von infizierten Personen beim Husten und Niesen, aber auch beim Atmen, Sprechen und Singen freigesetzt werden. Je nach Partikelgröße und Eigenschaften werden größere Tröpfchen und kleinere Aerosole unterschieden. Größere Tröpfchen sinken schnell zu Boden. Aerosole können dagegen auch über längere Zeit in der Luft schweben und sich in geschlossenen Räumen verteilen. Eine Ansteckung kann erfolgen, wenn virushaltige Flüssigkeitspartikel an die Schleimhäute der Nase, des Mundes und ggf. der Augen einer anderen Person gelangen.

Vor allem im Umkreis von ein bis zwei Metern um eine infizierte Person ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, mit virushaltigen Tröpfchen und Aerosolen in Kontakt zu kommen. Bei längerem Aufenthalt in kleinen, schlecht oder nicht belüfteten Räumen nimmt das Risiko einer Ansteckung durch Aerosole auch über eine größere Distanz als zwei Meter zu (siehe Frage „Welche Rolle spielen Aerosole bei der Übertragung des Coronavirus SARS-CoV-2?“).

Auch eine Ansteckung durch Schmierinfektion über die Hände, die mit der Mund- oder Nasenschleimhaut sowie mit der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden, ist prinzipiell nicht ausgeschlossen.

Eine Übertragung über Oberflächen ist insbesondere in der unmittelbaren Umgebung von infizierten Personen ebenfalls nicht auszuschließen, wurde bisher jedoch nicht berichtet (siehe auch Frage „Besteht die Gefahr, sich über Lebensmittel, Oberflächen oder Gegenstände mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 anzustecken?“).


Warum ist das Ansteckungsrisiko im Herbst und Winter erhöht?

Im Sommer finden viele Begegnungen im Freien statt, wo SARS-CoV-2-Übertragungen selten vorkommen (siehe auch „Wieso ist die Ansteckungsgefahr draußen geringer als drinnen?“). In der kalten Jahreszeit verlagern sich die Begegnungen jedoch in Innenräume bei häufig geschlossenen Fenstern. Hier steigt das Infektionsrisiko deutlich, denn in Innenräumen ist es zum einen schwieriger, Abstände einzuhalten. Zum anderen können sich infektiöse Aerosole anreichern, die dann auch über einen größeren Abstand zur Ansteckung mit SARS-CoV-2 führen können.

Merkblatt - Tipps für die Feiertage

Das Merkblatt "Tipps für die Feiertage" gibt Empfehlungen, wie Sie sich und Ihre Lieben besonders während den Feiertagen vor COVID-19 schützen können.

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Letzte Aktualisierung: 26.11.2021
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Infografik – Ansteckungsrisiko im Herbst und Winter

Die Infografik „Ansteckungsrisiko im Herbst und Winter“ informiert darüber, in welchen Situationen in der kalten Jahreszeit das Risiko für eine Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besonders groß ist.

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Letzte Aktualisierung: 04.11.2021
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Letzte Aktualisierung: 04.11.2021
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Wie lange dauert es von der Ansteckung bis zum Ausbruch von COVID-19?

Die Inkubationszeit, das heißt die Dauer von der Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung an COVID-19, beträgt beim Coronavirus SARS-CoV-2 im Mittel vier bis sechs Tage, je nach Virusvariante. In verschiedenen Studien wurde berechnet, dass bei 95 Prozent der Infizierten, die Krankheitszeichen entwickelten, diese spätestens nach etwa 10 bis 14 Tagen aufgetreten waren.

Wichtig: Wenn Sie Krankheitszeichen haben, die auf eine Erkrankung an COVID-19 hindeuten, bleiben Sie zu Hause und beachten Sie die weiteren Empfehlungen, was bei Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 zu tun ist. Das gilt auch für Geimpfte und Genesene!


Ab wann und wie lange ist man ansteckend?

Menschen können andere bereits mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 anstecken, schon bevor sie Krankheitszeichen entwickeln. Ein relevanter Anteil der Infektionen erfolgt unbemerkt bereits ein bis zwei Tage, bevor eine infizierte Person Krankheitszeichen aufweist. Auch infizierte Personen, die überhaupt nicht erkranken, können andere anstecken.

Das Ansteckungsrisiko ist in der Zeit kurz vor und nach Symptombeginn am größten und wird im Laufe der Erkrankung geringer. Bei milder bis moderater Erkrankung geht die Ansteckungsfähigkeit zehn Tage nach Beginn der Krankheitszeichen deutlich zurück. Bei schweren Erkrankungen und bei Vorliegen einer Immunschwäche können die Betroffenen auch noch wesentlich länger ansteckend sein.


Wie kann das Einhalten der AHA+L+A-Formel vor einer Ansteckung schützen?

Das Risiko für eine Ansteckung ist deutlich erhöht, wenn kein Schutz durch eine vollständige Impfung oder eine durchgemachte Erkrankung besteht. Um alle zu schützen, sollen sowohl ungeimpfte Menschen als auch Geimpfte und Genesene weiterhin die AHA+L+A-Formel beachten (siehe auch „Wie kann das Ansteckungsrisiko bei Veranstaltungen verringert werden?“):

  • Abstand halten: Im Umkreis von ein bis zwei Metern um eine infizierte Person ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, mit virushaltigen Tröpfchen und Aerosolen in Kontakt zu kommen. Daher ist Abstand zu anderen eine wichtige Infektionsschutzmaßnahme.
  • Hygiene beachten: Durch richtiges Husten und Niesen – abgewandt von anderen Personen in ein Taschentuch oder die Armbeuge – sinkt das Risiko, andere zu infizieren. Das gründliche Händewaschen reduziert generell das Infektionsrisiko.
  • Im Alltag Maske tragen: Eine gut sitzende Maske senkt das Risiko, sich und andere anzustecken.
  • Regelmäßig lüften: Aerosole reichern sich in geschlossenen Innenräumen an und verteilen sich im gesamten Raum. Das richtige Lüften von Innenräumen trägt dazu bei, das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 über Aerosole zu verringern.
  • Corona-Warn-App nutzen: Die Nutzung der Corona-Warn-App schützt zwar nicht vor einer Infektion, ermöglicht es aber Personen im Falle einer Infektion, schnell diejenigen zu warnen, die sich im selben Zeitraum am selben Ort aufgehalten haben. Darüber hinaus bietet sie viele weitere hilfreiche Funktionen.

Mehr Informationen zu der AHA+L+A-Formel finden Sie auf unseren Themenseiten „Alltag in Zeiten von Corona: Schutz durch AHA+L+A“.

Vollständig geimpft zu sein, schützt sehr gut vor COVID-19 und einem schweren Krankheitsverlauf. Auch bei Personen, die von COVID-19 genesen sind, besteht in der Regel für einige Zeit ein Schutz. Es kann allerdings auch bei Geimpften und Genesenen zu einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 kommen – mit dem damit verbundenen Risiko, den Erreger auf andere zu übertragen. Daher gilt auch für Geimpfte und Genesene die AHA+L+A-Formel (siehe auch Frage „Können Menschen, die vollständig geimpft sind, das Virus weiterhin übertragen?“).

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Weiterführende Informationen


Letzte Aktualisierung dieser Seite: 03.12.2021