Webanalyze / Data collection

We would like to continually improve this website. To do this, we ask for your consent to the statistical collection of usage information. Consent can be revoked at any time.

Which service is used?

Matomo

For what purpose is the service used?

Collection of key figures for web analysis in order to improve the offer.

What data is collected?

IP address (will be immediately anonymized),
Device type, device brand, device model,
Operating system version,
Browser/browser engines and browser plugins,
URLs accessed,
the website from which the accessed page was reached (referrer site),
Length of stay,
downloaded PDFs,
entered search terms.

The IP address is not saved completely, the last two octets are omitted/altered at the earliest possible point in time (example: 181.153.xxx.xxx).

No cookies are stored on the device. If consent is not given for data collection, an opt-out cookie will be placed on the end device, which ensures that no data is collected.

How long is the data stored?

The anonymized IP address is stored for 90 days and then deleted.

On what legal basis is the data collected?

The legal basis for collecting the data is the consent of the user in accordance with Article 6 Paragraph 1 Letter a of the General Data Protection Regulation (GDPR). Consent can be revoked at any time on the data protection page. The lawfulness of the data processing carried out until the revocation remains unaffected.

Where is the data processed?

Matomo is operated locally on the servers of the technical service provider in Germany (processor).

More information:

Further information on the processing of personal data can be found in the data protection information.

  • Deutsch
  • українська мова
  • English
  • Français
  • русский язык
  • Türkçe
  • اَلْعَرَبِيَّةُ
  • Български
  • Română
  • Polski
  • پښتو
  • دری

Pneumokokken-Impfung bei Kindern

Pneumokokken sind weltweit verbreitete Bakterien. Pneumokokken-Infektionen verursachen beispielsweise Mittelohrentzündungen, können aber auch lebensbedrohliche Erkrankungen wie Hirnhaut- oder Lungenentzündungen verursachen. Besonders Säuglinge, Kinder in den ersten zwei Lebensjahren, ältere Menschen und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen sind häufiger von schweren Verläufen betroffen.

Gut zu wissen

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen Pneumokokken für alle Kinder ab dem vollendeten 2. Lebensmonat mit den Konjugat-Impfstoffen PCV13 und PCV15. Zum Aufbau des Impfschutzes sind drei Impfungen im Alter von 2, 4 und 11 Monaten empfohlen. Frühgeborene erhalten vier Impfungen im Alter von 2, 3, 4 und 11 Monaten.

Kindern und Jugendlichen im Alter von 2 bis einschließlich 17 Jahren mit Risikofaktoren (wie bestimmten chronischen Krankheiten) empfiehlt die STIKO eine einmalige Impfung mit dem Konjugat-Impfstoff PCV20. Je nach bisher erfolgten Impfungen soll PCV20 im Abstand von 1 Jahr bzw. 6 Jahren zur vorherigen Impfung gegeben werden.

Pneumokokken: Ansteckung

Die Bakterien (Streptococcus pneumoniae) werden durch Tröpfcheninfektion, das heißt meist durch Husten oder Niesen, übertragen.

Pneumokokken-Infektionen stellen aufgrund ihrer weltweiten Verbreitung, Häufigkeit und der möglichen Schwere der Erkrankung eine ernstzunehmende Infektionskrankheit dar.

Viele Menschen tragen Pneumokokken im Mund- und Rachenraum, ohne zu erkranken. Sie können aber andere anstecken.

Pneumokokken: Krankheitsverlauf 

Pneumokokken besiedeln den Nasenrachenraum und dies häufig ohne Krankheitszeichen. Sie können jedoch durch lokale Vermehrung auch Mittelohrentzündungen und Entzündungen der Nasennebenhöhlen verursachen. Bei Kindern ist die Mittelohrentzündung die häufigste Erkrankungsform. Wenn Pneumokokken die unteren Atemwege befallen, kann eine Lungenentzündung auftreten.

Besonders schwerwiegend sind sogenannte invasive Pneumokokken-Erkrankungen, bei denen die Bakterien in normalerweise keimfreie Bereiche des Körpers eindringen. Dadurch kann es beispielsweise zu einer Hirnhautentzündung (Meningitis) oder zu einer Blutvergiftung (Sepsis) kommen.

Schwere Pneumokokken-Erkrankungen müssen (meist im Krankenhaus) mit Antibiotika behandelt werden. Mögliche Folgen der Erkrankung sind bleibende Schäden und Behinderung. Auch Todesfälle sind möglich.

Das Risiko einer schwer verlaufenden Pneumokokken-Erkrankung ist altersabhängig: Besonders gefährdet sind Kinder in den ersten beiden Lebensjahren und ältere Menschen. Aber auch Personen mit Immunschwäche und bestimmten chronischen Erkrankungen haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf.

Erkrankungen durch Pneumokokken gehören zu den häufigsten bakteriellen Atemwegsinfektionen weltweit. Auch in Deutschland sind Krankenhauseinweisungen und Todesfälle aufgrund von Pneumokokken-Infektionen häufig. Der Schutz durch Impfung ist daher wichtig.

Pneumokokken: Impfung

Die Impfung gegen Pneumokokken

Die Impfung gegen Pneumokokken wird für alle Säuglinge ab einem Alter von zwei Monaten empfohlen. Die drei Impfungen sollen möglichst in folgendem Alter erfolgen:

  • 1. Impfung im Alter von 2 Monaten
  • 2. Impfung im Alter von 4 Monaten
  • 3. Impfung 6 Monate später im Alter von 11 Monaten

Für frühgeborene Säuglinge (Geburt vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche) wird ein 3+1-Impfschema empfohlen: je eine Impfung im Alter von 2, 3 und 4 Monaten sowie eine weitere Impfung mit einem Mindestabstand von 6 Monaten im Alter von 11 Monaten.

Säuglinge und Kleinkinder im Alter zwischen 1 und 2 Jahren, die bisher noch nicht geimpft wurden, erhalten als Nachholimpfung 2 Impfstoffdosen im Abstand von mindestens 8 Wochen.

Die im Säuglingsalter empfohlenen Konjugat-Impfstoffe PCV13 und PCV15 bauen gegen 13 bzw. 15 der insgesamt über 100 bekannten Pneumokokken-Varianten (Serotypen) einen Schutz auf.

Gesunden Kindern und Jugendlichen im Alter von 2 bis 17 Jahren wird nach erfolgter Grundimmunisierung im Säuglingsalter keine weitere Impfung gegen Pneumokokken empfohlen.

Impfung bei Risikogruppen

Kindern und Jugendlichen im Alter von 2 bis einschließlich 17 Jahren mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf empfiehlt die STIKO eine Pneumokokken-Impfung mit einem PCV20-Impfstoff.

Kinder und Jugendliche mit Risikofaktoren, die in der Vergangenheit bereits mindestens eine Impfstoffdosis mit PCV13, PCV15 oder PPSV23 erhalten haben, wird aufgrund der breiteren Varianten-Abdeckung eine Impfung mit PCV20

  • in einem Abstand von 1 Jahr zur vorherigen Impfung mit PCV13 oder PCV15 oder
  • in einem Abstand von 6 Jahren nach der PPSV23-Impfung

empfohlen (siehe auch „Worin unterscheiden sich die verschiedenen Pneumokokken-Impfstoffe?“).

Ausführliche Informationen bietet auch das Robert Koch-Institut (RKI) mit der Antwort auf die Frage: „Wer sollte wie oft und mit welchem Impfstoff gegen Pneumokokken geimpft werden?“.

Zu den Risikogruppen gehören Personen,

  • deren Immunsystem geschwächt ist (zum Beispiel aufgrund einer fehlenden Milz oder eines angeborenen Immundefektes),
  • die an chronischen Erkrankungen wie Diabetes, chronischen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems oder der Atmungsorgane, an Leber- oder Nierenkrankheiten oder Erkrankungen des Nervensystems leiden oder
  • die ein erhöhtes Risiko für eine Hirnhautentzündung haben, zum Beispiel bedingt durch ein Cochlea-Implantat oder eine Liquorfistel.

Impftermine der Pneumokokken-Impfung können zeitgleich mit anderen empfohlenen Impfungen mit sogenannten Totimpfstoffen (z.B. gegen COVID-19 oder Grippe) wahrgenommen werden.

Die Impfung muss nur dann verschoben werden, wenn das Kind eine schwere, behandlungsbedürftige Erkrankung hat.

Mögliche Nebenwirkungen der Impfung

Nach der Impfung kommt es durch die Anregung der körpereigenen Abwehr häufig zu einer Rötung oder Schwellung an der Impfstelle, die auch schmerzen kann. Ebenso können in den ersten Tagen nach der Impfung Allgemeinsymptome wie beispielsweise Fieber, Schläfrigkeit, unruhiger Schlaf oder Magen-Darm-Beschwerden (z. B. weniger Hunger oder Durchfall) auftreten. Solche Impfreaktionen klingen in der Regel nach ein bis drei Tagen wieder ab.

Bei Säuglingen und jungen Kleinkindern kann es gelegentlich im Zusammenhang mit Fieber zu einem Fieberkrampf (in der Regel ohne Folgen) kommen. Als weitere seltene Nebenwirkung, die sich schnell und folgenlos wieder zurückbildet, wurde ein kurzzeitiger schockähnlicher Zustand („hypoton-hyporesponsive Episode; HHE“) beobachtet, bei dem die Muskelspannung nachlässt und das Kind nicht ansprechbar ist. Allergische Reaktionen auf Bestandteile des Impfstoffs (z. B. Nesselsucht) sind möglich.

Schwere Nebenwirkungen sind sehr selten. Bei Fragen rund um die Impfung wenden Sie sich am besten an Ihre Arztpraxis.

Pneumokokken: Häufige Fragen und Antworten (FAQ)

Станом на: 22.01.2026