Ebola-Fieber ist eine durch Ebolaviren ausgelöste, schwere Infektionskrankheit. Neben Fieber sind bei der Erkrankung Blutungen typisch. Je nach Virus-Typ verläuft die Erkrankung in 30 – 90% der Fälle tödlich. Das Ebolavirus wurde 1976 in Zaire (der heutigen Demokratischen Republik Kongo) entdeckt. Seitdem sind Ausbrüche von Ebola-Fieber ausschließlich in Afrika südlich der Sahara aufgetreten.
Flughunde, Fledermäuse und Menschenaffen aus betroffenen Gebieten sind die wahrscheinlichsten Erregerquellen. Ansteckungsgefahr besteht bei direktem Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten von infizierten lebenden oder toten Wildtieren. Das Virus kann auch durch die Zubereitung und den Verzehr von unzureichend erhitztem Wildfleisch (sogenanntes Buschfleisch) auf den Menschen übertragen werden. Heimische Wildtiere in Deutschland tragen keine Ebolaviren in sich.
Bei einem Ausbruch wird die Infektion fast ausschließlich von Mensch zu Mensch übertragen. Der Erreger kann durch direkten Kontakt mit Blut und anderen Körperflüssigkeiten wie beispielsweise Stuhl, Erbrochenem, Speichel, Urin oder Schweiß übertragen werden. Eine Übertragung über die Atemluft konnte bisher nicht festgestellt werden. Bei Erbrechen oder bei starkem Durchfall besteht jedoch die Gefahr der Freisetzung von erregerhaltigen Tröpfchen.
Eine Ansteckung über die Samenflüssigkeit von genesenen Männern ist noch mehrere Monate nach dem Beginn der Krankheitszeichen nicht auszuschließen. Es gibt zudem Belege, dass nach Genesung auch im Fruchtwasser, in der Muttermilch, im Kammerwasser des Auges und im Liquor (Nervenwasser) Ebolaviren wochen- oder gar monatelang überdauern können.
Ebolaviren können außerhalb des Körpers einige Tage infektiös bleiben. Eine Ansteckung über Gegenstände wie beispielsweise Spritzen, Kleidung oder Bettwäsche, die mit Körperflüssigkeiten verunreinigt sind, ist daher möglich. Auf trockenen Oberflächen oder solchen, die dem Sonnenlicht ausgesetzt sind, ist das Virus nur für kurze Zeit infektiös.
Die Erkrankung setzt meist mit plötzlichem Fieber, Unwohlsein, Müdigkeit und Gliederschmerzen ein. Weitere Krankheitszeichen können Kopfschmerzen, Bindehaut-Rötung und Schmerzen in Brust, Unterleib, Gelenken und Muskeln sein. Im weiteren Verlauf der Erkrankung können Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall hinzukommen. Bei manchen Betroffenen treten später innere und äußere Blutungen auf. Es kann zu einer Beeinträchtigung des Bewusstseins bis hin zum Koma kommen. Bei schweren Verläufen können Niere, Leber und andere Organe versagen. Dadurch endet die Krankheit oft tödlich.
Wird die akute Infektion überstanden, so können anhaltende Beschwerden auftreten. Dazu gehören vor allem Beschwerden durch Schäden am Nervensystem (Post-Ebola-Syndrom).
Nach einer Ansteckung dauert es 2 bis 21 Tage, bis Krankheitszeichen auftreten. Meist dauert es 8 bis 9 Tage.
Betroffene sind ansteckend, sobald sie Krankheitszeichen entwickeln und mindestens solange diese andauern und das Virus nachweisbar ist. Eine Übertragung ist jedoch noch mehrere Monate lang möglich. Gegen Ende der Erkrankung und bei kurz zuvor Verstorbenen ist das Übertragungsrisiko am größten.
Personen, die an Ebola-Fieber erkrankt sind, werden in Deutschland intensivmedizinisch auf Sonderisolierstationen betreut. Es gibt ein klinisches Netzwerk solcher Stationen (STAKOB), die sowohl die technischen als auch die medizinischen Voraussetzungen für die Behandlung von Ebola-Fieber-Patienten erfüllen. Je nach Ebolavirus-Typ und Verfügbarkeit der Arzneimittel können unterschiedliche gegen das Virus gerichtete Medikamente eingesetzt werden.
Für weitere Beratung und Information steht Ihnen das örtliche Gesundheitsamt zur Verfügung.
Weitere (Fach-) Informationen und aktuelle Risikobewertungen finden Sie im Internet auf den Seiten des Robert Koch-Institutes.
Beachten Sie auch die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes für Reisen in betroffene Länder.