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Frage

07.02.2020

  • Wann besteht ein Risiko, sich mit Ebola-Fieber anzustecken?

  • Antwort von der Redaktion infektionsschutz.de

    Eine sehr hohe Ansteckungsgefahr besteht lediglich bei ungeschütztem direktem Kontakt mit Körperflüssigkeiten und Körperausscheidungen von Menschen, die an Ebola-Fieber erkrankt oder daran verstorben sind. Zu diesen Körperflüssigkeiten bzw. Ausscheidungen zählen z.B. Blut, Speichel, Schweiß, Urin, Stuhl oder Erbrochenes.

    Mit dem Ebolavirus infizierte Menschen sind jedoch erst dann ansteckend, wenn sie Krankheitssymptome zeigen. Einige Tage nach Abklingen der Krankheitszeichen gelten sie als nicht mehr ansteckend. Eine Übertragung durch Sperma beim Geschlechtsverkehr ist jedoch noch mehrere Monate lang möglich. Es gibt zudem Belege, dass nach Genesung auch im Fruchtwasser, in der Muttermilch, im Kammerwasser des Auges und im Hirnwasser (Liquor) Ebolaviren wochen- oder gar monatelang überdauern können.

    Auch bei Kontakt mit infizierten Tieren oder Tierprodukten kann das Ebolavirus auf den Menschen übertragen werden, zum Beispiel bei der Jagd oder bei der Schlachtung, der Zubereitung und dem Verzehr von infizierten Wildtieren (sogenanntes „Bushmeat“) aus betroffenen Gebieten.

    Eine Übertragung ist für eine gewisse Zeit auch über Gegenstände möglich, die mit Erreger-haltigen Flüssigkeiten in Kontakt gekommen sind, z.B. Nadeln, Operationsbesteck, Kleidung oder Bettwäsche.

    Ohne ausreichenden Schutz besteht neben medizinischem Personal vor allem für pflegende Familienangehörige und Bestattungspersonal ein Risiko, sich anzustecken. Auch Laborpersonal, das mit Probenmaterial von an Ebola-Fieber Erkrankten arbeitet, kann sich infizieren. Zudem können sich Menschen anstecken, die mit Ebolavirus-infizierten Tieren oder Tierprodukten Kontakt hatten.

    Eine Übertragung durch die Luft (Aerosolübertragung) wie etwa bei Grippe-Viren findet nicht statt.

    Weitere Informationen zu Ebola sind zu finden im Erregersteckbrief Ebola-Fieber sowie auf den Internetseiten des Robert Koch-Instituts.

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    PCR...

Es gibt zurzeit sehr viele offene Fragen rund um die Übertragung, Erkrankungsdauer und Schutzmöglichkeiten vor dem Coronavirus SARS-CoV-2, für die es aufgrund der Neuartigkeit des Erregers noch keine hinreichend wissenschaftlich gesicherten Daten bzw. Studien gibt. Was jeweils aktueller Wissenstand ist, finden Sie in unseren umfassenden FAQs, die regelmäßig aktualisiert werden.

Falls Sie noch weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an infektionsschutz(at)bzga.de

Bitte beachten Sie dabei, dass die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) keine klinische Einrichtung ist. Deshalb bieten wir keine individuelle medizinische Beratung, keine Empfehlungen zu Diagnosen und Therapie an. Für eine medizinische Beratung sind viele Faktoren von Bedeutung, die nur im persönlichen Kontakt mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt oder dem örtlichen Gesundheitsamt angemessen berücksichtigt werden können. 

Die Antwort erfolgt in allen anderen Fällen möglichst zeitnah. Dies kann sich wegen des sehr hohen Anfrageaufkommens jedoch aktuell verzögern. 

Nutzen sie bitte daher vorranging die FAQs zur Information!