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Frage

15.10.2015

  • Welche Besonderheiten sind bei Antibiotika-Gabe im Kindesalter zu beachten?

  • Antwort von der Redaktion infektionsschutz.de

    Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Kindern können nicht alle Medikamente, die für Erwachsene geeignet sind, einfach in einer niedrigeren Dosis verabreicht werden. So kann auch nicht jedes Antibiotikum im Kindesalter eingesetzt werden. Manche Substanzen könnten im kindlichen Organismus, der sich noch in der Entwicklung befindet, unwiderrufliche Schäden verursachen. Bestimmte Antibiotika könnten bei Kindern beispielsweise zu Gelenkknorpelschädigungen, andere zu Zahnverfärbungen und Zahnschmelzdefekten führen. Die Ärztin bzw. der Arzt wird daher ein Antibiotikum wählen, das sich in der Kinderheilkunde bewährt hat. Zudem wird die Dosierung auf das Körpergewicht bzw. das Alter des Kindes abgestimmt. Geben Sie Ihrem Kind das verordnete Medikament genau nach Anweisung (siehe auch „Was ist bei der Anwendung von Antibiotika zu beachten?“).

    Antibiotika-Säfte erleichtern Kleinkindern die Einnahme. Die richtige Zubereitung können Sie der Packungsbeilage entnehmen. Wichtig ist, diese genau zu befolgen, damit der Behandlungserfolg sichergestellt ist und es nicht zu einer Über- oder Unterdosierung kommt. In der Regel wird der frisch hergestellte Antibiotikum-Saft im Kühlschrank aufbewahrt, es sei denn Packungsbeilage oder Umkarton weisen ausdrücklich auf eine Lagerung bei Raumtemperatur hin.

    Verwenden Sie für das Abmessen der richtigen Dosis ausschließlich den Messlöffel, welcher der Packung beiliegt, um Dosierungsfehler zu vermeiden. Haushaltslöffel können keine exakte Dosierung gewährleisten. Säuglingen kann das Medikament am einfachsten mit einer Pipette oder Spritze (ohne Nadel) in den Mund verabreicht werden.

    Achten Sie darauf, dass das Kind die vorgesehene Menge komplett einnimmt. Mit etwas gesüßtem Tee gelingt die Gabe des oft bitteren Saftes meist leichter.

    Wenn Ihr Kind das Antibiotikum kurz nach der Gabe oder innerhalb der ersten Stunde wieder ausspuckt, muss die Einnahme wiederholt werden. Ist dies öfter der Fall, wenden Sie sich bitte an Ihre Kinderärztin bzw. Ihren Kinderarzt. Weitere Informationen finden Sie unter www.kindergesundheit-info.de.

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Falls Sie noch weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an infektionsschutz(at)bzga.de

Bitte beachten Sie dabei, dass die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) keine klinische Einrichtung ist. Deshalb bieten wir keine individuelle medizinische Beratung, keine Empfehlungen zu Diagnosen und Therapie an. Für eine medizinische Beratung sind viele Faktoren von Bedeutung, die nur im persönlichen Kontakt mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt oder dem örtlichen Gesundheitsamt angemessen berücksichtigt werden können. 

Die Antwort erfolgt in allen anderen Fällen möglichst zeitnah. Dies kann sich wegen des sehr hohen Anfrageaufkommens jedoch aktuell verzögern. 

Nutzen sie bitte daher vorranging die FAQs zur Information!