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Frage

19.10.2022

  • Welche Corona-Schutzmaßnahmen gelten aktuell?

  • Antwort von der Redaktion infektionsschutz.de

    Zum 1. Oktober sind Änderungen des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) in Kraft getreten, um den Schutz der Bevölkerung und vor allem besonders gefährdeter Personengruppen gegen COVID-19 in Herbst und Winter zu verbessern.

    Seit 1. Oktober 2022 bis zum 7. April 2023 gelten bundesweit in bestimmten Bereichen besondere Schutzmaßnahmen. Dazu zählen:

    • FFP2-Maskenpflicht im öffentlichen Personenfernverkehr (für Personal alternativ ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz zulässig),
    • FFP2-Maskenpflicht für Patientinnen und Patienten sowie Besucherinnen und Besucher beim Betreten von Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Dialyseeinrichtungen und weiteren Einrichtungen des Gesundheitswesens,
    • FFP2-Maskenpflicht und Testnachweispflicht für den Zutritt zu Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und ähnlichen Einrichtungen sowie für Beschäftigte in ambulanten Pflegediensten und bei vergleichbaren Dienstleistungen.

    Ausnahmen von der Maskenpflicht sind unter anderem vorgesehen für Kinder unter 6 Jahren, für Personen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können sowie für gehörlose und schwerhörige Menschen. Kinder zwischen 6 und 14 Jahren können anstatt einer FFP2-Maske auch einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz (OP-Maske) tragen.

    Die Länder können darüber hinaus weitergehende Regelungen festlegen, wie zum Beispiel:

    • Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr,
    • Maskenpflicht in öffentlich zugänglichen Innenräumen; in der Gastronomie, bei Freizeit-, Kultur- und Sportveranstaltungen sowie bei der Sportausübung sind Personen mit aktuellem negativem Test von der Maskenpflicht ausgenommen (Testausnahmen für „frisch“ Geimpfte oder Genesene bis zu drei Monate nach Genesung oder nach letzter Impfung möglich),
    • Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5 sowie für Beschäftigte, wenn dies zur Aufrechterhaltung eines geregelten Präsenzunterrichts erforderlich ist,
    • Testpflicht zum Beispiel in Schulen und Kitas sowie in weiteren Gemeinschaftseinrichtungen wie Asylbewerberunterkünften, Hafteinrichtungen und Heimen der Jugendhilfe.

    Welche Masken – FFP2-Masken oder ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz (OP-Masken) – im öffentlichen Nahverkehr oder in Innenräumen vorgeschrieben werden, können die Länder entscheiden. In Schulen sowie von Kindern zwischen 6 und 14 Jahren kann generell ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz verwendet werden.

    Wenn ein Landesparlament für das gesamte Bundesland oder eine bestimmte Region eine konkrete Gefahr für die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems oder der sonstigen kritischen Infrastruktur feststellt, können weitere Maßnahmen angeordnet werden. Dazu zählen:

    • Maskenpflicht bei Veranstaltungen im Außenbereich, wenn ein Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann,
    • Maskenpflicht bei Veranstaltungen in öffentlich zugänglichen Innenräumen ohne Ausnahmeregelung,
    • Abstandsgebot und verpflichtende Hygienekonzepte für Betriebe, Einrichtungen und Veranstaltungen aus dem Freizeit-, Kultur- und Sportbereich für öffentlich zugängliche Innenräume,
    • Festlegung von Personenobergrenzen für Veranstaltungen in öffentlich zugänglichen Innenräumen.

    Weitere Einzelheiten können Sie auf den Seiten der Bundesregierung sowie des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) nachlesen. Bitte beachten Sie die Regelungen in Ihrem Bundesland. Informieren Sie sich bitte auch über aktuelle Regelungen von Einrichtungen sowie bei Veranstaltungen auf Basis des Hausrechts.

Aktuelle Antworten zu den neusten Fragen

  1. Kann ein COVID-19-Impfstoff Schutz bieten, wenn das Coronavirus mutiert?

    Alle Impfstoffe, die aktuell in Deutschland zur Verfügung stehen, schützen nach derzeitigen Erkenntnissen sehr gut vor einer COVID-19-Erkrankung mit den ursprünglichen Virustypen, wie Beta und Delta, aber auch weiteren Varianten.

    Bei der Virusvariante…

  2. Wie wirksam ist die Corona-Schutzimpfung für Säuglinge und Kinder im Alter von 6 Monaten bis 4 Jahren?

    Die Wirksamkeit der Impfstoffe Comirnaty® (BioNTech/Pfizer) mit drei Impfstoffdosen (á 3 μg) und Spikevax® (Moderna) mit zwei Impfstoffdosen (á 25 μg) wurde in den Zulassungsstudien getestet.

    Nach Auswertung der Daten geht die STIKO davon aus, dass…

  3. Welche Impfreaktionen und Nebenwirkungen wurden bei Säuglingen und Kindern im Alter von 6 Monaten bis 4 Jahren nach einer COVID-19-Impfung beobachtet?

    Wie bei jeder Impfung, können auch nach der COVID-19-Impfung mit Comirnaty® (BioNTech/Pfizer) und Spikevax® (Moderna) bei Säuglingen und Kindern ab dem Alter von 6 Monaten Impfreaktionen und Nebenwirkungen auftreten. Kleinkinder im Alter von 6 Monaten…

  4. Welche Neuerungen ergeben sich durch die 23. Aktualisierung der STIKO-Impfempfehlung?

    Die STIKO hat die Empfehlungen für Kinder und Jugendliche unter den Gesichtspunkten der aktuellen Evidenzlage überprüft. Nach erneuter Datenanalyse und Bewertung beschließt die STIKO, die bisherige COVID-19-Impfempfehlung für die Impfung von Kindern…

  5. Welche Neuerungen ergaben sich durch die 18. Aktualisierung der STIKO-Impfempfehlung?

    In der 18. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung empfahl die STIKO neben den bisherigen COVID-19-Impfstoffen den Proteinimpfstoff Nuvaxovid® der Firma Novavax zur Grundimmunisierung von Personen ab 18 Jahren. Hierzu sind zwei Impfstoffdosen im…

Es gibt zurzeit sehr viele offene Fragen rund um die Übertragung, Erkrankungsdauer und Schutzmöglichkeiten vor dem Coronavirus SARS-CoV-2, für die es aufgrund der Neuartigkeit des Erregers noch keine hinreichend wissenschaftlich gesicherten Daten bzw. Studien gibt. Was jeweils aktueller Wissenstand ist, finden Sie in unseren umfassenden FAQs, die regelmäßig aktualisiert werden. Daher nutzen Sie gerne unsere FAQs zu Ihrer Information.

Falls Sie noch weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an infektionsschutz@bzga.de.

Bitte beachten Sie dabei, dass die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) keine klinische Einrichtung ist. Deshalb bieten wir keine individuelle medizinische Beratung, keine Empfehlungen zu Diagnosen und Therapie an. Für eine medizinische Beratung sind viele Faktoren von Bedeutung, die nur im persönlichen Kontakt mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt oder dem örtlichen Gesundheitsamt angemessen berücksichtigt werden können.