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Frage

29.11.2021

  • Was ist bei Quarantäne von Kindern mit Verdacht auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 zu beachten?

  • Antwort von der Redaktion infektionsschutz.de

    In Quarantäne muss, wer ein hohes Risiko hat, sich angesteckt zu haben (siehe hierzu auch die Frage: „Wer muss in Quarantäne?“). Es kann passieren, dass eine ganze Familie in Quarantäne muss, jedoch ist es auch möglich, dass lediglich ein Kind von der Quarantänepflicht betroffen ist.

    Unabhängig davon, ob sich die ganze Familie oder nur eine Person in Quarantäne befindet, sollten alle Haushaltsmitglieder wichtige Hygienemaßnahmen einhalten, um eine Weiterverbreitung der Erreger zu verhindern bzw. einzudämmen. Dazu gehört z. B. auch, sich in unterschiedlichen Räumen aufzuhalten oder diese zeitlich getrennt zu nutzen, Abstand zu halten und Körperkontakt zu vermeiden (informieren Sie sich hierzu auch auf der Themenseite „Verhaltensregeln und -empfehlungen für die häusliche Quarantäne“).

    Es wird empfohlen, dass sich Haushaltsangehörige von Personen, die sich in Quarantäne befinden, nach Möglichkeit in eine freiwillige Quarantäne begeben, um zu verhindern, dass über sie das Coronavirus SARS-CoV-2 unbemerkt weiterverbreitet wird. Hierzu wird empfohlen, so wenig wie möglich das Zuhause zu verlassen, vorhandene Home-Office-Möglichkeiten zu nutzen, möglichst wenig einkaufen zu gehen und keine Personen außerhalb des eigenen Haushaltes zu treffen.

    Gerade wenn Kinder von Quarantänemaßnahmen betroffen sind, ist es jedoch wichtig, verhältnismäßig bzw. mit Augenmaß vorzugehen, denn die häusliche Quarantäne stellt für Kinder eine besonders große Herausforderung dar. Nicht immer können beispielsweise die Abstandsregeln konsequent umgesetzt werden. Kinder, die unter Quarantäne stehen, brauchen die Fürsorge und Zuwendung ihrer Eltern oder anderer familiärer Bezugspersonen. Es sollte versucht werden, die Hygieneregeln so gut es geht einzuhalten und individuelle Lösungen für die Situation zu finden. Es ist wichtig, dass die Maßnahmen kindgerecht und lebensnah sind.

    Das zuständige Gesundheitsamt ist auch in diesem Fall Ansprechpartner für Fragen rund um die Quarantäne.

    Auf dem Portal kindergesundheit-info.de bietet die BZgA nützliche Informationen zur Gestaltung des Familienalltags in Corona-Zeiten.

    Auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bietet Tipps für Eltern zu COVID-19 an.

Aktuelle Antworten zu den neusten Fragen

  1. Kann ich auch verschiedene Schutzimpfungen (nicht nur gegen COVID-19) an einem Tag durchführen?

    Zwischen COVID-19-Impfungen und anderen, sogenannten Totimpfstoffen (inaktivierte Impfstoffe, die abgetötete Erreger oder auch nur Erreger-Bestandteile beinhalten, und die sich nicht vermehren und keine Erkrankung auslösen können), muss kein…

  2. Gibt es Personengruppen, die bei der COVID-19-Impfung besonders berücksichtigt werden sollten?

    Die Impfung gegen COVID-19 kann allen Erwachsenen und Kindern ab dem Alter von 12 Jahren angeboten werden.

    Die impfende Ärzteschaft ist aufgerufen, bislang nicht geimpfte Erwachsene und Kinder, die ein erhöhtes Risiko für schwere COVID-19-Verläufe

  3. Sollten sich COVID-19-Genesene noch impfen lassen?

    Es ist davon auszugehen, dass Personen, die von einer SARS-CoV-2-Infektion genesen sind – zumindest vorübergehend – über einen gewissen Schutz vor einer Erkrankung verfügen. Im Regelfall empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) bei ehemals…

  4. In welchen Sprachen ist die Corona-Warn-App verfügbar?

    Die App ist derzeit in insgesamt sechs Sprachen – Deutsch, Englisch, Türkisch, Rumänisch, Bulgarisch und Polnisch – verfügbar. Die technische Hotline zur App (+49 800 7540 001) gibt es auf Deutsch, Englisch und Türkisch. Versionen in weiteren Sprachen…

  5. Werden noch weitere Auffrischimpfungen notwendig sein?

    Derzeit empfiehlt die STIKO allen Personen im Alter ab 18 Jahren eine COVID-19-Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff. Ob und wenn für wen in Zukunft weitere Auffrischimpfungen nötig sein werden, ist unsicher. Hierzu fehlen noch wissenschaftliche…

Es gibt zurzeit sehr viele offene Fragen rund um die Übertragung, Erkrankungsdauer und Schutzmöglichkeiten vor dem Coronavirus SARS-CoV-2, für die es aufgrund der Neuartigkeit des Erregers noch keine hinreichend wissenschaftlich gesicherten Daten bzw. Studien gibt. Was jeweils aktueller Wissenstand ist, finden Sie in unseren umfassenden FAQs, die regelmäßig aktualisiert werden. Daher nutzen Sie gerne unsere FAQs zu Ihrer Information.

Falls Sie noch weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an infektionsschutz@bzga.de.

Bitte beachten Sie dabei, dass die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) keine klinische Einrichtung ist. Deshalb bieten wir keine individuelle medizinische Beratung, keine Empfehlungen zu Diagnosen und Therapie an. Für eine medizinische Beratung sind viele Faktoren von Bedeutung, die nur im persönlichen Kontakt mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt oder dem örtlichen Gesundheitsamt angemessen berücksichtigt werden können.