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Frage

02.06.2020

  • Kann es weitere COVID-19-Wellen in Deutschland geben?

  • Antwort von der Redaktion infektionsschutz.de

    Durch die raschen und umfangreichen Maßnahmen zum Infektionsschutz und das gute Mitwirken der Bevölkerung ist es gelungen, die erste COVID-19-Welle in Deutschland abzuflachen. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Pandemie in Deutschland überstanden ist.

    Bislang war nur ein kleiner Teil der Menschen hierzulande mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert und ist – wahrscheinlich und zumindest für eine gewisse Zeit – gegen das Virus immun. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung hat jedoch zurzeit keinerlei Immunschutz gegen SARS-CoV-2. Es muss damit gerechnet werden, dass die Fallzahlen wieder ansteigen können. Wann eine zweite Welle in Deutschland beginnen könnte und wie stark diese ausfallen würde, lässt sich nicht vorhersagen. Das hängt von vielen Faktoren ab, wie beispielsweise möglichen saisonalen Effekten (siehe Frage: „Hängt die Aktivität von SARS-CoV-2 von den Jahreszeiten ab (Saisonalität)?“), der Aufrechterhaltung und Einhaltung von Maßnahmen zum Infektionsschutz, der Mobilität der Bevölkerung und der schnellen Erkennung von Fällen, Ausbrüchen und Kontaktpersonen. Eine wichtige Rolle spielt dabei das individuelle Verhalten der Menschen.
    Wichtige Verhaltensregeln und -empfehlungen zum Schutz vor COVID-19 hat die BZgA für Sie zusammengestellt.

    Ohne Maßnahmen zum Infektionsschutz könnte sich das Virus unkontrolliert weiterverbreiten. Da SARS-CoV-2 sehr ansteckend ist und nur wenige Menschen in Deutschland immun gegen das Virus sind, könnte es sehr rasch wieder zu einer exponentiellen Zunahme der Neuinfektionen kommen. Auch mehrere nachfolgende COVID-19-Wellen unterschiedlichen Ausmaßes sind theoretisch denkbar.

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Es gibt zurzeit sehr viele offene Fragen rund um die Übertragung, Erkrankungsdauer und Schutzmöglichkeiten vor dem Coronavirus SARS-CoV-2, für die es aufgrund der Neuartigkeit des Erregers noch keine hinreichend wissenschaftlich gesicherten Daten bzw. Studien gibt. Was jeweils aktueller Wissenstand ist, finden Sie in unseren umfassenden FAQs, die regelmäßig aktualisiert werden.

Falls Sie noch weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an infektionsschutz(at)bzga.de

Bitte beachten Sie dabei, dass die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) keine klinische Einrichtung ist. Deshalb bieten wir keine individuelle medizinische Beratung, keine Empfehlungen zu Diagnosen und Therapie an. Für eine medizinische Beratung sind viele Faktoren von Bedeutung, die nur im persönlichen Kontakt mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt oder dem örtlichen Gesundheitsamt angemessen berücksichtigt werden können. 

Die Antwort erfolgt in allen anderen Fällen möglichst zeitnah. Dies kann sich wegen des sehr hohen Anfrageaufkommens jedoch aktuell verzögern. 

Nutzen sie bitte daher vorranging die FAQs zur Information!