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Frage

26.02.2018

  • Welche besonderen Hygienemaßnahmen sind bei einem Befall mit Hautparasiten zu beachten?

  • Antwort von der Redaktion infektionsschutz.de

    Bei einem Befall mit Krätzmilben (Skabies) sollten Sie Kleidung, Unterwäsche sowie Handtücher und Bettwäsche des Betroffenen täglich wechseln und bei mindestens 60°C waschen. Gegenstände mit längerem Körperkontakt wie Schuhe oder Plüschtiere, die nicht gewaschen werden können, sollten Sie für mindestens vier Tage bei über 20°C trocken in verschlossenen Plastiksäcken lagern. Polstermöbel können mit dem Staubsauger gereinigt werden oder sollten für mindestens vier Tage lang nicht benutzt werden.   

    Bei einem Befall mit Kopfläusen sollten Kämme und Haarbürsten in heißer Seifenlösung gereinigt werden. Handtücher, Bettwäsche und Kleidung sollten gewechselt und ebenso wie Mützen und Schals umgehend gewaschen werden. Bei nicht waschbaren Kopfbedeckungen oder Gegenständen wie Sofakissen oder Kuscheltieren, die mit dem Kopfhaar in Berührung gekommen sind, reicht es aus, diese für drei Tage in einem verschlossenen Plastikbeutel aufzubewahren – länger überleben die Läuse außerhalb des menschlichen Kopfes nicht. Polstermöbel sollten gründlich abgesaugt werden.

    Häufiger als über Wäsche oder Gegenstände erfolgt eine Übertragung von Krätzmilben oder Kopfläusen allerdings bei direktem Kontakt mit Erkrankten. Gemeinschaftseinrichtungen dürfen daher vorübergehend nicht besucht werden. Um die Parasiten loszuwerden und andere nicht anzustecken, ist eine umgehende Behandlung von Krätzmilben oder Kopfläusen wichtig.

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Es gibt zurzeit sehr viele offene Fragen rund um die Übertragung, Erkrankungsdauer und Schutzmöglichkeiten vor dem Coronavirus SARS-CoV-2, für die es aufgrund der Neuartigkeit des Erregers noch keine hinreichend wissenschaftlich gesicherten Daten bzw. Studien gibt. Was jeweils aktueller Wissenstand ist, finden Sie in unseren umfassenden FAQs, die regelmäßig aktualisiert werden.

Falls Sie noch weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an infektionsschutz(at)bzga.de

Bitte beachten Sie dabei, dass die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) keine klinische Einrichtung ist. Deshalb bieten wir keine individuelle medizinische Beratung, keine Empfehlungen zu Diagnosen und Therapie an. Für eine medizinische Beratung sind viele Faktoren von Bedeutung, die nur im persönlichen Kontakt mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt oder dem örtlichen Gesundheitsamt angemessen berücksichtigt werden können. 

Die Antwort erfolgt in allen anderen Fällen möglichst zeitnah. Dies kann sich wegen des sehr hohen Anfrageaufkommens jedoch aktuell verzögern. 

Nutzen sie bitte daher vorranging die FAQs zur Information!