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Frage

22.10.2015

  • Was ist bei der Anwendung von Antibiotika zu beachten?

  • Antwort von der Redaktion infektionsschutz.de

    Ganz wichtig: Wenn Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt ein Antibiotikum verordnet hat, muss es genau nach Vorschrift eingenommen werden.

    Die Ärztin oder der Arzt stimmt den verordneten Wirkstoff, die Anwendung, die Dosierung und die Einnahmedauer auf die vorliegende Infektion ab. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über vorliegende Begleiterkrankungen, weitere Arzneimittel, die Sie einnehmen, sowie eventuell vorhandene Allergien, da diese bei der Auswahl des Antibiotikums berücksichtigt werden müssen. Frauen müssen ihrer Ärztin bzw. ihrem Arzt auch unbedingt vor der Behandlung mitteilen, ob sie schwanger sind oder stillen.

    Nehmen Sie das Antibiotikum in der verordneten Dosierung und in den vorgeschriebenen Zeitabständen ein, um einen ausreichend hohen und gleichmäßigen Wirkstoffspiegel im Körper zu gewährleisten. Beachten Sie zudem, ob das Medikament vor, zu oder nach den Mahlzeiten zu verabreichen ist. Trinken Sie dazu am besten Leitungswasser (ca. 250 ml). Milch oder auch Mineralwasser können die Wirkung mancher Antibiotika beeinflussen.

    Das Antibiotikum muss unbedingt so lange eingenommen werden, wie es Ihnen verordnet wurde. Dies kann je nach Erkrankung für mehrere Tage, manchmal auch für einige Wochen erforderlich sein, um sämtliche Krankheitserreger zu beseitigen. Nur so kann einem erneuten Aufflammen der Infektion vorgebeugt und der Gefahr der Resistenzentwicklung des Erregers entgegengewirkt werden.

    Verwenden Sie außerdem niemals ein Antibiotikum, welches einer anderen Person verschrieben wurde. Geben Sie auch niemandem Ihr Arzneimittel – auch dann nicht, wenn Sie glauben, dass es sich aufgrund der ähnlichen Krankheitszeichen um die gleiche Erkrankung handelt.

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Es gibt zurzeit sehr viele offene Fragen rund um die Übertragung, Erkrankungsdauer und Schutzmöglichkeiten vor dem Coronavirus SARS-CoV-2, für die es aufgrund der Neuartigkeit des Erregers noch keine hinreichend wissenschaftlich gesicherten Daten bzw. Studien gibt. Was jeweils aktueller Wissenstand ist, finden Sie in unseren umfassenden FAQs, die regelmäßig aktualisiert werden.

Falls Sie noch weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an infektionsschutz(at)bzga.de

Bitte beachten Sie dabei, dass die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) keine klinische Einrichtung ist. Deshalb bieten wir keine individuelle medizinische Beratung, keine Empfehlungen zu Diagnosen und Therapie an. Für eine medizinische Beratung sind viele Faktoren von Bedeutung, die nur im persönlichen Kontakt mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt oder dem örtlichen Gesundheitsamt angemessen berücksichtigt werden können. 

Die Antwort erfolgt in allen anderen Fällen möglichst zeitnah. Dies kann sich wegen des sehr hohen Anfrageaufkommens jedoch aktuell verzögern. 

Nutzen sie bitte daher vorranging die FAQs zur Information!