Corona-Infektion – wie geht es weiter?

Bei Ihnen wurde eine Corona-Infektion durch einen positiven PCR-Test nachgewiesen. Wir informieren über die jetzt erforderlichen Maßnahmen wie Isolierung für Sie sowie Quarantäne für Ihre Kontaktpersonen und geben wichtige Verhaltens- und Hygienetipps.



Erkrankungsverlauf im Blick behalten

Eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 wird durch einen positiven PCR-Test nachgewiesen. Die Corona-Infektion kann sehr unterschiedlich verlaufen. Sie kann ganz ohne Krankheitszeichen (asymptomatisch) bleiben, aber auch zu einer schweren Erkrankung an COVID-19 führen. Häufig treten leichte Symptome auf. Bei einem Großteil der Betroffenen ist ein Krankenhausaufenthalt nicht erforderlich und sie können sich zu Hause auskurieren. Der Arzt oder die Ärztin wird in diesen Fällen, falls erforderlich und abhängig von den Symptomen, beispielsweise fiebersenkende Mittel oder Medikamente gegen Husten empfehlen. 

Wenn sich Ihr Gesundheitszustand nicht während der ersten Woche der Erkrankung bessert oder wenn sich die Beschwerden im Verlauf sogar verschlimmern, wenden Sie sich unbedingt telefonisch an Ihre Hausarztpraxis. Benötigen Sie außerhalb der üblichen Sprechzeiten medizinische Hilfe, wenden Sie sich am besten an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117. In Notfällen, z. B. bei akuter Atemnot, rufen Sie die 112 an.

Isolierung nach positivem Corona-Test

Wenn bei Ihnen eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 durch einen PCR-Test bestätigt wurde, erhält das Gesundheitsamt vom Labor eine Meldung über das positive Testergebnis. Das Gesundheitsamt ordnet dann eine Isolierung an. Sie sollten aber bereits bei Verdacht auf eine Infektion und während der Wartezeit auf das Testergebnis zu Hause bleiben und Kontakte zu anderen meiden. Je nachdem, wie die Erkrankung an COVID-19 verläuft und unter Berücksichtigung Ihrer häuslichen Situation erfolgt die Isolierung zu Hause oder im Krankenhaus.

Folgen Sie während der häuslichen Isolierung den Anordnungen des Gesundheitsamtes. Dazu zählt, dass Sie Ihr Zuhause nicht verlassen und keinen Besuch empfangen. Beachten Sie die Empfehlungen Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin.

Eine Infektion mit dem Coronavirus kann Ängste auslösen. Maßnahmen wie die Isolierung können eine zusätzliche psychische Belastung sein. Besprechen Sie Ihre Sorgen am besten mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin. Informationen und Hilfestellungen rund um Ihr psychisches Wohlbefinden finden Sie auch auf der Themenseite „Psychische Gesundheit in der Corona-Zeit“. Bitte beachten Sie jedoch, dass während einer Erkrankung an COVID-19 und der Isolierung manche Tipps, beispielsweise für Aktivitäten außer Haus, nicht umsetzbar sind.

Verhaltens- und Hygienetipps während der häuslichen Isolierung

Während Sie die Erkrankung an COVID-19 zu Hause auskurieren, sollten Sie einige Verhaltens- und Hygienetipps beachten, um das Ansteckungsrisiko für andere Haushaltsmitglieder zu reduzieren:

  • Beschränken Sie Kontakte zu Haushaltsangehörigen auf das absolute Minimum.
  • Bleiben Sie, wann immer möglich, allein in einem gut belüfteten Raum.
  • Nutzen Sie gemeinsame Räume wie Küche, Flur oder Bad zeitlich getrennt von anderen Haushaltsangehörigen. Auch Mahlzeiten sollten Sie nicht zusammen einnehmen.
  • Falls ein gemeinsamer Aufenthalt mit Haushaltsangehörigen in einem Raum unvermeidbar ist, halten Sie Abstand von mindestens 1,5 Metern. Zusätzlich sollten Erkrankte sowie Haushaltsangehörige einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen.
  • Alle Räume sollten regelmäßig gelüftet werden.
  • Lassen Sie Lieferungen vor dem Haus- oder Wohnungseingang ablegen.
  • Halten Sie die Husten- und Niesregeln konsequent ein: Verwenden Sie beim Husten und Niesen ein Taschentuch oder halten Sie die Armbeuge vor Mund und Nase. Nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten Händewaschen nicht vergessen!
  • Taschentücher und andere Abfälle Erkrankter sollten in einem mit einem Müllbeutel versehenen Behälter im Krankenzimmer aufbewahrt werden, bis sie mit dem Hausmüll entsorgt werden.
  • Sie und Ihre Haushaltsangehörigen sollten die Hände regelmäßig gründlich mit Wasser und Seife waschen, insbesondere vor der Zubereitung von Speisen, vor dem Essen, nach dem Toilettengang und immer dann, wenn Verschmutzungen sichtbar sind oder wenn Sie körperlichen Kontakt hatten, beispielsweise bei der Betreuung von Kindern. Die Hände sollten anschließend gründlich abgetrocknet werden.
  • Handtücher sollten von Erkrankten und Gesunden nicht gemeinsam genutzt werden. Feuchte Handtücher sollten ausgetauscht werden.
  • Wenn die Hände nicht sichtbar verschmutzt sind, kann alternativ zum Händewaschen ein hautverträgliches Händedesinfektionsmittel auf Alkoholbasis verwendet werden, das mit mindestens „begrenzt viruzid“ gekennzeichnet ist. Achten Sie auf die Sicherheitshinweise der Händedesinfektionsmittel.
  • Häufig berührte Oberflächen (z. B. Nachttische, Bettrahmen und andere Schlafzimmermöbel, Türklinken, Lichtschalter, Smartphones sowie Bad- und Toilettenoberflächen) sollten täglich mit einem haushaltsüblichen Reinigungsmittel und ggf. mit einem Flächendesinfektionsmittel gereinigt werden. Ob und welche Desinfektionsmaßnahmen durchgeführt werden sollten, können Sie mit dem zuständigen Gesundheitsamt oder der betreuenden Ärztin bzw. dem betreuenden Arzt besprechen. Falls Sie Desinfektionsmittel verwenden, achten Sie darauf, dass diese mindestens „begrenzt viruzid“, das heißt gegen behüllte Viren wirksam sind. Auch Desinfektionsmittel mit der Bezeichnung "begrenzt viruzid plus" oder "viruzid" sind geeignet. 
  • Ihre Wäsche sollte in einem separaten Wäschesack gesammelt und bei mindestens 60° C mit einem herkömmlichen Haushalts-Vollwaschmittel gewaschen werden.

Bitte beachten Sie zudem die Empfehlungen Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin und des Gesundheitsamtes.

Ermittlung von Kontaktpersonen

Um die Ansteckung weiterer Personen zu verhindern und somit Infektionsketten zu unterbrechen, erfolgt eine rückwirkende Nachverfolgung Ihrer Kontakte in einem bestimmten Zeitraum durch das Gesundheitsamt.

Das Gesundheitsamt bewertet, wie hoch das Risiko ist, dass sich Ihre Kontaktpersonen bei Ihnen angesteckt haben. Für enge Kontaktpersonen mit erhöhtem Infektionsrisiko ordnet das Gesundheitsamt eine häusliche Quarantäne an.

Es ist grundsätzlich von Vorteil, wenn Sie Ihre Kontakte regelmäßig notieren, damit Sie stets in der Lage sind, Ihre Kontakte der letzten 14 Tage nachzuvollziehen. Nützlich kann hierfür das Führen eines Corona-Kontakttagebuchs sein.

Wenn Sie die Corona-Warn-App nutzen, vergessen Sie bitte nicht, das Testergebnis in der App zu vermerken. So können andere Nutzerinnen und Nutzer der App benachrichtigt werden, falls Sie Kontakt zu Ihnen hatten. Dies erfolgt selbstverständlich anonymisiert.

Aufhebung der häuslichen Isolierung

Die Entscheidung, wann Sie die häusliche Isolierung verlassen können, trifft das zuständige Gesundheitsamt in Abstimmung mit der ärztlichen Betreuung.

Hierfür gelten bestimmte Kriterien:

  • Die Isolierung wird in der Regel frühestens 14 Tage nach Krankheitsbeginn aufgehoben, wenn seit mindestens 48 Stunden keine Krankheitsanzeichen mehr vorliegen bzw. sich die COVID-19-Symptome nachhaltig gebessert haben. Vor der Entlassung aus der Isolierung erfolgt zudem ein Antigen-Schnelltest bzw. nach schwerem Krankheitsverlauf bevorzugt ein PCR-Test.
  • Bei Personen, bei denen zu Beginn der häuslichen Isolierung das Coronavirus nachgewiesen wurde, die aber keine Krankheitszeichen entwickeln (asymptomatische Infektion), ist eine Entlassung frühestens 14 Tage nach Erstnachweis des Erregers möglich. Zudem muss ein negativer Antigen-Schnelltest vorliegen.
  • Besondere Kriterien gelten für Personen mit Immunstörungen, für medizinisches Personal, für Bewohnerinnen und Bewohner von Altenpflegeeinrichtungen sowie für Personen, bei denen trotz vollständiger COVID-19-Impfung eine SARS-CoV-2-Infektion nachgewiesen wurde, die aber keine Symptome entwickelt haben.

Im Einzelfall kann das Gesundheitsamt von diesen Kriterien abweichen. Zudem können länderspezifische Regelungen gelten.

Erleichterungen für Genesene und Geimpfte

Personen, die von einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 genesen sind, erhalten – ebenso wie vollständig Geimpfte – bestimmte Erleichterungen. Für sie entfallen beispielsweise Kontaktbeschränkungen. Ebenso gelten für diese Personen Ausnahmen von Quarantänepflichten. Als genesen gelten Personen, die einen Nachweis über einen positiven PCR-Test auf das Coronavirus SARS-CoV-2 haben. Die Testung muss in den vergangenen 28 Tagen bis 6 Monaten erfolgt sein.

Außerdem: Erleichterungen gelten nur, wenn keine Symptome vorliegen, die auf eine Corona-Infektion hindeuten könnten.

Eine erneute Ansteckung und ein damit einhergehendes Übertragungsrisiko auf andere Personen kann nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Daher sollten auch Genesene – ebenso wie Geimpfte – weiterhin die AHA+L+A-Formel beachten. Auch die Pflichten zum Tragen einer Maske gelten weiter.

Weiterführende Informationen

Robert Koch-Institut (RKI)


Häusliche Isolierung bei bestätigter Erkrankung an COVID-19
Flyer für Betroffene und Angehörige - in verschiedenen Sprachen

Häusliche Quarantäne (vom Gesundheitsamt angeordnet)
Flyer für Kontaktpersonen – in verschiedenen Sprachen

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 14.09.2021