Einreise nach Deutschland: die aktuellen Corona-Regelungen

Alle Einreisenden nach Deutschland ab dem Alter von 6 Jahren müssen getestet, geimpft oder genesen sein. Für Personen, die aus einem Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet einreisen, gelten besondere Anmelde-, Nachweis- und Quarantänepflichten.



Nachweispflicht für alle Einreisenden

Bei der Einreise aus dem Ausland nach Deutschland gelten die Regelungen der Coronavirus-Einreiseverordnung. Diese dient dem Zweck, dass möglichst wenig Infektionen aus dem Ausland nach Deutschland hineingetragen werden, insbesondere Infektionen mit besorgniserregenden Virusvarianten.

Für alle Personen ab 6 Jahren gilt bei der Einreise nach Deutschland – unabhängig vom genutzten Verkehrsmittel – eine Nachweispflicht: Einreisende müssen einen negativen Corona-Test, eine vollständige Impfung oder eine Genesung nachweisen können. Der Test darf zum Zeitpunkt der Einreise grundsätzlich maximal 48 Stunden zurückliegen. Antigen-Tests müssen bestimmte Kriterien erfüllen, um anerkannt zu werden. Wenn die Einreise mittels Beförderungsunternehmen stattfindet und die Testung mittels PCR-Test (oder einer anderen Testung mit Nukleinsäurenachweis) erfolgt, ist der Zeitpunkt oder der geplante Zeitpunkt des Beginns der Beförderung maßgeblich. Der Test darf zu diesem Zeitpunkt maximal 48 Stunden alt sein. Statt eines negativen Testergebnisses kann auch der Nachweis einer vollständigen Corona-Schutzimpfung oder einer Genesung von COVID-19 vorgelegt werden (gilt nicht für Virusvariantengebiete) (weitere Informationen finden Sie unter „Antworten auf häufig gestellte Fragen“).

Der Nachweis kann bei der Einreisekontrolle verlangt werden. Flugreisende müssen dem Beförderungsunternehmen den Nachweis zusätzlich schon vor Abreise vorlegen.

Nach Aufenthalt in einem ausgewiesenen Hochrisikogebiet oder einem Virusvariantengebiet im Ausland gelten bei der Einreise besondere Regelungen. Eine aktuelle Übersicht über die aktuellen internationalen Risikogebiete gibt das Robert Koch-Institut (RKI) (siehe auch „Antworten auf häufig gestellte Fragen“).

Einreiseanmeldung nach Aufenthalt in Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet

Wenn Sie sich innerhalb der letzten zehn Tage in einem ausgewiesenen Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet im Ausland aufgehalten haben, sind Sie grundsätzlich verpflichtet, vor der Einreise nach Deutschland eine digitale Einreiseanmeldung auszufüllen. Ausnahmen bestehen beispielsweise für Grenzpendler.

Sie erhalten eine Bestätigung Ihrer Anmeldung, die Sie mitführen und bei einer Kontrolle durch das Beförderungsunternehmen und gegebenenfalls auch bei einer Grenzkontrolle vorlegen müssen.

Ihre Reise- und Kontaktdaten werden digital an das für Ihren Zielort zuständige Gesundheitsamt übermittelt.

Falls die technischen Voraussetzungen für eine digitale Einreiseanmeldung nicht gegeben sind, müssen Sie stattdessen eine Ersatzmitteilung in Papierform ausfüllen, die in zahlreichen Sprachen zur Verfügung steht.

Quarantäne bei Einreise aus Hochrisikogebiet

Nach der Einreise aus einem Hochrisikogebiet sind Sie über die Anmelde- und Nachweispflicht hinaus grundsätzlich verpflichtet, sich unverzüglich auf direktem Wege in Ihre eigene Wohnung oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben. Beachten Sie auf dem Weg zu Ihrem Zielort die AHA-Formel. Sie müssen zehn Tage in häuslicher Quarantäne bleiben. Während der Quarantäne dürfen Sie das Haus oder die Wohnung nicht verlassen und keinen Besuch empfangen.

Bei Nachweis einer vollständigen Corona-Schutzimpfung oder einer Genesung von COVID-19 entfällt die Pflicht zur Quarantäne. Für alle anderen Einreisenden aus Hochrisikogebieten besteht ab dem fünften Tag die Möglichkeit, die Quarantäne durch einen negativen Corona-Test zu beenden.

Kinder unter sechs Jahren sind von der Testpflicht ausgenommen. Sie können die Quarantäne fünf Tage nach Einreise ohne Test beenden.

Besondere Nachweispflicht und Quarantäne bei Einreise aus Virusvariantengebiet

Für Personen aus Virusvariantengebieten gilt grundsätzlich ein Beförderungsverbot für den Verkehr per Zug, Bus, Schiff und Flugzeug. Von diesem Beförderungsverbot gibt es bestimmte Ausnahmen, unter anderem für deutsche Staatsangehörige und Menschen mit Wohnsitz und Aufenthaltsrecht in Deutschland. Personen, für die diese Ausnahmen gelten, müssen bei Einreise die Einreiseanmeldung ausfüllen sowie besondere Nachweis- und Quarantänepflichten beachten.

Bei Einreise aus einem Virusvariantengebiet müssen Sie stets ein negatives Ergebnis eines PCR-Tests (oder einer anderen Testung mittels Nukleinsäurenachweis) vorlegen können. Die Testung darf maximal 48 Stunden zurückliegen. Findet die Einreise mit einem Beförderungsunternehmen statt, ist hierfür der Zeitpunkt oder der geplante Zeitpunkt des Beginns der Beförderung maßgeblich. Antigen-Tests werden bei Einreise aus einem Virusvariantengebiet nicht anerkannt.

Zudem gilt bei Einreise aus einem Virusvariantengebiet eine strikte Quarantänepflicht für 14 Tage. Diese kann nicht durch einen negativen Test vorzeitig beendet werden und bleibt auch für Geimpfte und Genesene bestehen.

Falls das betroffene Virusvariantengebiet noch während der Quarantänezeit in Deutschland herabgestuft und als Hochrisikogebiet eingestuft wird, gelten für die Beendigung der Quarantäne die Regelungen für Hochrisikogebiete.


Lizenzbedingung

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Infografik – Einreise nach Deutschland

Die Infografik „Einreise nach Deutschland“ gibt einen Überblick über Anmelde-, Nachweis- und Quarantänepflichten bei Einreise nach Deutschland.

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Letzte Aktualisierung: 23.12.2021
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Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um Auslandsreisen


Letzte Aktualisierung dieser Seite: 11.01.2022