Verbreitung des Coronavirus eindämmen: Regelungen für Reisende aus Risikogebieten

Bei Einreise aus einem ausgewiesenen Risikogebiet nach Deutschland gelten wichtige Regelungen: Dazu zählt die Pflicht zur häuslichen Quarantäne sowie zur Testung auf das Coronavirus SARS-CoV-2.



Was müssen Einreisende aus einem Risikogebiet beachten?

Bei Einreise aus einem Risikogebiet nach Deutschland sind einige Regelungen zu beachten:

  • Wenn Sie aus dem Ausland nach Deutschland einreisen und sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten haben, sind Sie verpflichtet, sich unverzüglich auf direktem Wege in Ihre eigene Wohnung oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben. Beachten Sie auf dem Weg zu Ihrem Zielort die AHA-Formel! Sie müssen dort bis zu 14 Tage in häuslicher Quarantäne bleiben. Während der Quarantäne dürfen Sie zum Schutz Ihrer Mitmenschen das Haus oder die Wohnung nicht verlassen und keinen Besuch empfangen.
  • Nach der Einreise aus einem Risikogebiet müssen Sie beim zuständigen Gesundheitsamt Ihren Aufenthaltsort angeben. Bei Einreise mit dem Flugzeug, dem Schiff, dem Bus oder der Bahn kann diese Mitteilung über eine Aussteigekarte erfolgen, sofern sie vom Beförderungsunternehmen ausgegeben wird.
  • Außerdem sind Sie verpflichtet, auf Anforderung des Gesundheitsamtes oder einer sonstigen vom Land bestimmten Stelle einen Nachweis über einen Test auf das Coronavirus-SRS-CoV-2 vorzulegen. Auch wenn eine solche Aufforderung nicht erfolgt, können Sie sich nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet innerhalb von 10 Tagen kostenlos testen lassen.
  • Von der Quarantäne- und Testpflicht gibt es Ausnahmen, zum Beispiel für Personen, die lediglich durch ein Risikogebiet durchgereist sind und sich dort nicht aufgehalten haben. Je nach Regelungen der Bundesländer kann bei einem negativen Testergebnis die Quarantäne aufgehoben werden.
  • Sie sind verpflichtet, unverzüglich das für Sie zuständige Gesundheitsamt zu kontaktieren, wenn bei Ihnen innerhalb von 14 Tagen nach Einreise Krankheitszeichen auftreten, die auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 hinweisen. Das gilt auch, wenn Sie zuvor ein negatives Testergebnis erhalten haben

Bei Verstoß gegen die genannten Pflichten zur Meldung, Testung, Nachweiserbringung oder häuslichen Quarantäne nach Einreise aus einem Risikogebiet können die zuständigen Behörden vor Ort Bußgelder verhängen.

Infografik: Regelungen für Reisende aus Risikogebieten

Wo können sich Reiserückkehrer testen lassen?

Sie können sich in allen Staaten der Europäischen Union sowie in weiteren vom Robert Koch-Institut gelisteten Staaten bereits vor Ihrer Abreise nach Deutschland auf das Coronavirus SARS-CoV-2 testen lassen. Der Test darf höchstens 48 Stunden vor der Einreise durchgeführt worden sein, um in Deutschland anerkannt zu werden. Der Testnachweis muss in deutscher oder englischer Sprache verfasst sein.

Nach der Einreise aus einem Risikogebiet sollten Sie den Test auf das Coronavirus SARS-CoV-2 wenn möglich an Teststationen am Flughafen, Bahnhof oder anderen Knotenpunkten durchführen lassen. Adressen in Ihrer Nähe, an denen ein Test durchgeführt werden kann, erfahren Sie beim ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117. Wenn Sie sich bei einem niedergelassenen Arzt oder einer Ärztin testen lassen möchten, melden Sie sich vorher telefonisch an.

Wenn Krankheitszeichen auftreten, die auf eine COVID-19-Erkrankung hindeuten, sollten Sie sich unverzüglich telefonisch an eine Ärztin oder einen Arzt wenden, um den Verdacht auf eine Infektion abklären zu lassen.

 

Wie geht es nach einem negativen oder positiven Testergebnis weiter?

Ein negatives Testergebnis führt in den meisten Bundesländern dazu, dass keine häusliche Quarantäne mehr erforderlich ist. In bestimmten Ländern ist dafür jedoch eine Wiederholungstestung nach einigen Tagen notwendig.  Da ein negatives Testergebnis immer nur eine Momentaufnahme darstellt, ist nach fünf bis sieben Tagen eine Wiederholungstestung sinnvoll bzw. kann im Einzelfall vom Gesundheitsamt angeordnet werden.

Grundsätzlich werden negative Testergebnisse nicht von den Laboren an die Gesundheitsämter gemeldet. Ein negatives Testergebnis müssen Personen, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, daher selbst mit der vom Arzt bzw. der Ärztin ausgestellten Testbescheinigung auf Anforderung gegenüber dem Gesundheitsamt nachweisen.

Ein positives Testergebnis wird vom Labor direkt an das Gesundheitsamt gemeldet. Das Gesundheitsamt wird eine Isolierung anordnen und das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen.

Weitere Informationen für Reisende zum Coronavirus

Aktuelle Informationen für Reisende und Antworten auf häufige Fragen zur Testung auf das Coronavirus SARS-CoV-2 bei Einreisen nach Deutschland finden Sie auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). Ein Merkblatt mit den Regelungen für nach Deutschland Einreisende sowie die Aussteigekarte stehen in mehreren Sprachen zum Download zur Verfügung.

Die Umsetzung dieser Regelungen erfolgt durch die Bundesländer. Informieren Sie sich daher auch bei den zuständigen Behörden Ihres Bundeslandes über die geltenden Bestimmungen.

Seit 1. Oktober gelten weltweit differenzierte Reisehinweise für alle Länder. Die pauschale Reisewarnung gilt nicht mehr. Für Corona-Risikogebiete außerhalb Deutschlands gilt automatisch eine Reisewarnung.  Informationen zu länderspezifischen Reisewarnungen sowie Reise- und Sicherheitshinweise für alle Zielländer finden Sie auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes.

Auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes finden Sie Informationen wie Reisewarnungen sowie Reise- und Sicherheitshinweise für alle Zielländer.


Letzte Aktualisierung dieser Seite: 26.10.2020