Coronavirus-Pandemie: Regelungen für Einreisende aus Risikogebieten

Bei Einreise aus einem ausgewiesenen Coronavirus-Risikogebiet im Ausland nach Deutschland besteht Quarantänepflicht. Wir informieren über die aktuell geltenden Corona-Regeln.


Wo immer möglich, sollte auf Reisen in ausgewiesene Risikogebiete im Ausland verzichtet werden. Gemäß Bund-Länder-Beschluss sind Bürgerinnen und Bürger dazu aufgefordert, generell auf nicht zwingend erforderliche Reisen zu verzichten. Das gilt auch im Inland und für überregionale tagestouristische Ausflüge.

Wichtiger Hinweis für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer: Die Arbeit vor Ort am Arbeitsplatz darf nach Rückkehr aus einem Corona-Risikogebiet erst wieder aufgenommen werden, wenn die Quarantänepflichten erfüllt sind. Dies dient dazu, die weitere Verbreitung des Coronavirus einzudämmen.

 


Was müssen Einreisende aus einem Corona-Risikogebiet beachten?

Bei Einreise aus einem ausgewiesenen Risikogebiet im Ausland nach Deutschland gelten die Regelungen der Bundesländer.

  • Wenn Sie aus dem Ausland nach Deutschland einreisen und sich innerhalb der letzten zehn Tage vor der Einreise in einem ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten haben, sind Sie in der Regel verpflichtet, sich unverzüglich auf direktem Wege in Ihre eigene Wohnung oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben. Beachten Sie auf dem Weg zu Ihrem Zielort die AHA-Formel! Sie müssen dort für zehn Tage in häuslicher Quarantäne bleiben. Während der Quarantäne dürfen Sie zum Schutz Ihrer Mitmenschen das Haus oder die Wohnung nicht verlassen und keinen Besuch empfangen.
  • Vor der Einreise aus einem Risikogebiet müssen Sie die digitale Einreiseanmeldung ausfüllen. Ihre Reise- und Kontaktdaten werden digital an das zuständige Gesundheitsamt übermittelt.
  • Das Gesundheitsamt kann Sie innerhalb von zehn Tagen nach Einreise dazu auffordern, einen Testnachweis vorzulegen, oder, wenn Sie über einen solchen Nachweis nicht verfügen, sich testen zu lassen.
  • Die Quarantäne kann in der Regel frühestens fünf Tage nach der Einreise beendet werden, wenn ein negatives Testergebnis vorliegt, das bestätigt, dass keine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht. Dieser Test darf aber frühestens am fünften Tag nach der Einreise durchgeführt werden und muss nach der Testung zehn Tage aufbewahrt sowie der zuständigen Behörde auf Verlangen vorlegt werden.
  • Wenn bei Ihnen innerhalb von 10 Tagen nach Einreise Krankheitszeichen auftreten, die auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 hinweisen, sind Sie verpflichtet, unverzüglich das für Sie zuständige Gesundheitsamt zu informieren. Das gilt auch, wenn Sie zuvor ein negatives Testergebnis erhalten haben.

Bei Verstoß gegen die genannten Pflichten nach Einreise aus einem Risikogebiet können die zuständigen Behörden Bußgelder verhängen.

Infografik: Regelungen für Reisende aus Risikogebieten

Gibt es Ausnahmen von der Quarantänepflicht?

Von der Quarantänepflicht gibt es eine Reihe Ausnahmen. Maßgeblich sind die Regelungen der Bundesländer. Wichtig: eine Befreiung von der Quarantänepflicht ist nur möglich, wenn keine Krankheitszeichen vorliegen, die auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 hinweisen.

Ausnahmen von der Quarantänepflicht ohne Testung: Von der Quarantänepflicht befreit sind in der Regel beispielsweise Personen, die im Rahmen des Grenzverkehrs reisen und Grenzpendler, sofern sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen, sowie Durchreisende. Auch bei Besuchen aus familiären Gründen sowie für Beschäftigte in bestimmten Berufen und Saisonarbeitskräfte bestehen Ausnahmeregelungen von der Quarantänepflicht. Bitte beachten Sie dazu die Regelungen in Ihrem Bundesland.

Ausnahmen von der Quarantänepflicht mit negativem Testergebnis: Bestimmte Personengruppen können auch von der Quarantänepflicht befreit werden, wenn ein negatives Ergebnis eines Tests vorliegt, der innerhalb von 48 Stunden vor Einreise bzw. unmittelbar bei der Einreise durchgeführt wurde. Dazu zählen zum Beispiel Personen mit systemrelevanten Berufen. Einzelheiten können Sie in den Regelungen Ihres Bundeslandes nachlesen.

Wie geht es nach einem negativen oder positiven Testergebnis weiter?

Ein negatives Testergebnis führt unter den genannten Bedingungen in den meisten Bundesländern dazu, dass keine häusliche Quarantäne mehr erforderlich ist.

Grundsätzlich werden negative Testergebnisse nicht von den Laboren an die Gesundheitsämter gemeldet. Ein negatives Testergebnis müssen Personen, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, daher selbst auf Anforderung gegenüber dem Gesundheitsamt nachweisen.

Ein positives Testergebnis wird vom Labor direkt an das Gesundheitsamt gemeldet. Das Gesundheitsamt wird eine Isolierung anordnen und das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen.

Weitere Informationen für Reisende zum Coronavirus

Vorschriften zu Quarantänemaßnahmen für Ein- und Rückreisende aus Risikogebieten außerhalb Deutschlands zu erlassen, fällt in die Zuständigkeit der Länder. Als gemeinsame Grundlage wurde eine Muster-Quarantäneverordnung erstellt. Bitte informieren Sie sich, wie diese in den einzelnen Bundesländern umgesetzt wurde.

Einen Überblick über die Regelungen während der Coronavirus-Pandemie für Reisende und Pendler finden Sie auf den Internetseiten der Bundesregierung.

Aktuelle Informationen für Reisende und Antworten auf häufige Fragen bei Einreisen nach Deutschland finden Sie auch auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). Dort stehen auch ein Merkblatt mit den Regelungen für nach Deutschland Einreisende sowie Informationen zur digitalen Einreiseanmeldung zur Verfügung.

Seit 1. Oktober gelten weltweit differenzierte Reisehinweise für alle Länder. Die pauschale Reisewarnung besteht nicht mehr. Für Corona-Risikogebiete außerhalb Deutschlands gilt automatisch eine Reisewarnung.  Informationen zu länderspezifischen Reisewarnungen sowie Reise- und Sicherheitshinweise für alle Zielländer finden Sie auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes.


Letzte Aktualisierung dieser Seite: 08.12.2020