Informationen für das berufliche Umfeld

Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber



Was Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer tun können, um das Infektionsrisiko gering zu halten

  • Informieren Sie sich, wie hoch das Risiko einer Infektion ist.
  • Informieren Sie sich, wie Sie sich vor dem Coronavirus SARS-CoV-2 schützen können.
  • Organisieren Sie Ihre Arbeitsabläufe so, dass Sie möglichst wenig Kontakt zu Ihren Kolleginnen und Kollegen haben, z. B. im Büro oder auch in Pausen.
  • Arbeiten Sie, wenn möglich, einzeln oder in kleinen festen Teams (z. B. im Büro oder auf Baustellen).
  • Arbeiten Sie, wann immer möglich, von zu Hause. Wenn Sie am Arbeitsplatz gebraucht werden: Meiden Sie öffentliche Verkehrsmittel. Kommen Sie zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem PKW.
  • Nehmen Sie die Maßnahmen Ihrer Arbeitgeberin oder Ihres Arbeitgebers in Anspruch, um eine mögliche Ansteckung zu vermeiden, wie z. B. die Möglichkeiten zum Händewaschen oder zur Händedesinfektion sowie das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen.
  • Falls Sie krank sind, bleiben Sie auf jeden Fall zu Hause, insbesondere wenn Sie Fieber, Husten, Halskratzen oder Durchfall haben. Sie schützen damit sich und andere.

Was sollten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei einem Verdacht oder einer Ansteckung tun?

  • Bei Verdacht auf Kontakt zu einer infizierten Person sollten Sie das zuständige Gesundheitsamt telefonisch informieren. Das zuständige Gesundheitsamt kann über eine Datenbank des Robert Koch-Instituts (RKI) ermittelt werden.
  • Informieren Sie bei zusätzlichen Krankheitssymptomen, insbesondere bei Fieber und Atemwegssymptomen, die zuständige Hausarztpraxis telefonisch.
  • Informieren Sie Ihre Arbeitgeberin oder Ihren Arbeitgeber umgehend bei einer Erkrankung und über die voraussichtliche Dauer Ihres Fernbleibens. Sie sind als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer grundsätzlich dazu verpflichtet.
  • Die Art der Erkrankung müssen Sie ihm grundsätzlich nicht mitteilen. Da es sich bei dem Coronavirus jedoch um ein hochansteckendes Virus handelt, das insbesondere für Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen gefährlich sein kann, sollten Sie zum Schutz dieser Kolleginnen und Kollegen ausnahmsweise Ihre Ansteckung oder Erkrankung mitteilen. 
  • Dies gilt auch in einem Verdachtsfall. Nur so kann Ihre Arbeitgeberin oder Ihr Arbeitgeber entsprechende Schutzmaßnahmen gegen die Verbreitung des Virus ergreifen.

Was sollten Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber unternehmen, um das Infektionsrisiko gering zu halten?

Gemäß Beschluss der Bundesregierung vom 16. April 2020

  • Informieren Sie Ihre Belegschaft, wie hoch das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 ist.
  • Weisen Sie Ihre Belegschaft darauf hin, wie sie sich schützen kann.
  • Vermeiden Sie bis auf Weiteres Besprechungen mit externen Besucherinnen und Besuchern sowie eigene Dienstreisen und nutzen Sie stattdessen die Mittel der modernen Telekommunikation.
  • Ermöglichen Sie das Arbeiten von zu Hause aus, wo und wann immer möglich.
  • Ist es nicht möglich, von zu Hause aus zu arbeiten, weisen Sie darauf hin, dass Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wenn möglich, nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern zu Fuß, mit dem Rad oder dem PKW zur Arbeit kommen sollten.
  • Organisieren Sie die Arbeitsabläufe im Unternehmen so, dass Beschäftigte möglichst wenig direkten Kontakt und wenig Wechsel unter den Beschäftigten haben (z. B. durch feste Teams).
  • Ermöglichen Sie es Ihren Beschäftigten, die Abstandsvorgabe von mindestens 1,5 Metern in Gebäuden (Büros, Pausenräumen, Kantinen etc.), im Freien oder in Arbeitsfahrzeugen einhalten zu können – z. B. durch Absperrungen, Trennwände, Markierungen.
  • Ist es nicht möglich, die Abstandsregel einzuhalten, stellen Sie Mund-Nasen-Bedeckungen für die Beschäftigten und alle Personen mit Zugang zu diesen Räumlichkeiten (z. B. Kundinnen, Kunden und Dienstleistenden) zur Verfügung. 
  • Arbeitsplätze, Firmenfahrzeuge und Gegenstände (z. B. Arbeitsmaterialien) sollten möglichst nicht von mehreren Personen genutzt werden. Andernfalls ist beim Verlassen oder bei Dienstantritt eine gründliche Reinigung und Desinfektion in kurzen Intervallen vorzusehen.
  • Weisen Sie auf wichtige Schutzmaßnahmen hin, wie z. B. regelmäßiges und gründliches Händewaschen, richtiges Verhalten beim Husten und Niesen und häufiges Lüften der Arbeitsräume und Büros.
  • Stellen Sie Desinfektionsmittel bereit, wo keine Möglichkeit zum regelmäßigen Händewaschen besteht, vor allem in Konferenzräumen, Kantinen und den Zugängen des Betriebes oder der Einrichtung.

Information der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Verdachts- oder Krankheitsfall

Informieren Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über das Vorgehen bei einem Verdachts- oder Krankheitsfall:

  • Bei Verdacht auf Kontakt zu einer infizierten Person sollte Ihre Mitarbeiterin oder Ihr Mitarbeiter das zuständige Gesundheitsamt telefonisch informieren. Dieses kann über eine Datenbank des Robert Koch-Instituts (RKI) unter ermittelt werden.
  • Bei zusätzlichen Krankheitssymptomen und bei schwerem Krankheitsgefühl mit Fieber und Atemnot sollte Ihre Mitarbeiterin oder Ihr Mitarbeiter zu Hause bleiben und die zuständige Hausarztpraxis telefonisch informieren.
  • Betonen Sie, dass Sie bei Verdachts- und Krankheitsfall sowie allgemeinen Krankheitszeichen (Fieber, Husten, Halskratzen, Gliederschmerzen oder Durchfall) informiert werden und Ihre Mitarbeiterin oder Ihr Mitarbeiter auf jeden Fall zu Hause bleibt.

Empfehlungen für das sorgfältige Reinigen und Desinfizieren von Oberflächen

  • Oberflächen sollten gründlich mit Wasser und Seife gereinigt werden. Dies gilt vor allem für häufig berührte Oberflächen wie Arbeitsflächen, Türgriffe, Lichtschalter, Tische, Griffe, Schreibtische, Telefone, Tastaturen, Toiletten, Wasserhähne, Spülbecken usw.
  • Im Einzelfall kann eine Desinfektion erforderlich sein, wenn z. B. der Arbeitsplatz von einer erkrankten Person genutzt wurde.
  • Das Desinfektionsmittel sollte die Bezeichnung „begrenzt viruzid“, „begrenzt viruzid PLUS“ oder „viruzid“ tragen.
  • Generell wird das Wischen empfohlen (nicht Sprühen!).
  • Generell gilt: Wichtig ist die korrekte Dosierung der Reinigungs- und Desinfektionsmittel entsprechend den Herstellerangaben und das Einhalten der vorgegebenen Einwirkzeit.

Weiterführende Informationen

Die Ausgestaltung des Arbeitsschutzes sowie arbeitsrechtliche Beratung gehören nicht zu den Schwerpunkten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Hier finden Sie Informationen der für die Themen Arbeitsschutz und Arbeitsrecht zuständigen Behörden und weitere Empfehlungen:

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

Verband Deutscher Betriebs- und Werkärzte e.V. (VDBW)

    Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM)

    Merkblätter für das berufliche Umfeld

    Merkblätter für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer / Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber

    Letzte Aktualisierung dieser Seite: 06.05.2020