Wann soll auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet werden?

Durch Corona-Tests werden akute Infektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 festgestellt. Die Nationale Teststrategie benennt Kriterien, wann getestet werden soll und empfiehlt geeignete Tests.



Testung bei Symptomen, für Kontaktpersonen und im Gesundheitswesen

Wer in welchen Situationen auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet werden soll, beschreibt die Nationale Teststrategie. Dort finden sich auch Empfehlungen, welche Tests verwendet werden sollten.

Nach der aktuellen Nationalen Teststrategie ist für folgende Personengruppen eine kostenlose Testung vorgesehen:

Menschen mit Krankheitszeichen: Der Arzt oder die Ärztin führt einen Test auf das Coronavirus SARS-CoV-2 durch, wenn Symptome vorliegen, die auf eine Erkrankung an COVID-19 hindeuten. In der Regel wird hierfür ein PCR-Test eingesetzt. Nur im Ausnahmefall wird ein Antigen-Schnelltest verwendet, zum Beispiel wenn das Ergebnis schnell benötigt wird. Grundsätzlich beurteilt die Ärztin bzw. der Arzt oder das Gesundheitsamt, ob ein Test durchgeführt wird und entscheidet, welches Testverfahren angewendet wird. 

Bitte beachten Sie die Empfehlungen zum Verhalten bei Krankheitszeichen.

Kontaktpersonen: Enge Kontaktpersonen bestätigter COVID-19-Fälle sollen so früh wie möglich getestet werden. In der Regel wird hierfür ein PCR-Test verwendet. Um die Zeit bis zum Vorliegen des Ergebnisses zu überbrücken, kann in dringenden Fällen auch ein Antigen-Schnelltest eingesetzt werden. Bitte beachten Sie die Hinweise, was nach Kontakt zu einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person zu tun ist.

Bei bestätigter SARS-CoV-2-Infektion in bestimmten Einrichtungen: In Einrichtungen wie Kitas oder Schulen, Krankenhäusern, Arztpraxen, Pflegeheimen, Rehabilitationseinrichtungen oder Gemeinschaftsunterkünften sowie in der ambulanten Pflege oder in Arztpraxen soll umfangreich getestet werden, wenn dort eine Infektion mit SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde. Hierfür werden bevorzugt PCR-Tests eingesetzt. Antigen-Schnelltests können beispielsweise verwendet werden, wenn für Gruppen schnellstmöglich über eine Isolierung entschieden werden soll.

Vor (Wieder-) Aufnahme sowie vor ambulanten Operationen in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen oder ähnlichen Einrichtungen soll ebenfalls getestet werden, bevorzugt mit einem PCR-Test. Betreute sowie das Personal in solchen Einrichtungen sollten regelmäßig entsprechend dem Testkonzept getestet werden, auch wenn dort keine Infektionsfälle aufgetreten sind. Für diese Reihentests werden in der Regel Antigen-Schnelltests verwendet.  In Krankenhäusern, Reha- und Pflegeeinrichtungen sowie Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen werden zudem Antigen-Schnelltests für Besucherinnen und Besucher empfohlen.


Testpflicht für Einreisende

Einreisende nach Deutschland müssen einen negativen Corona-Test nachweisen können. Sofern Sie nicht aus einem Virusvariantengebiet einreisen, können Sie alternativ auch einen Nachweis über eine vollständige Impfung oder eine Genesung vorlegen. Informationen hierzu sowie zu den weiteren Bestimmungen bei Einreise aus Risikogebieten finden Sie auf der Themenseite „Einreise nach Deutschland: die aktuellen Corona-Regelungen“.

 

Testungen in weiteren Lebensbereichen

Um möglichst früh Infektionen mit dem Coronavirus zu erkennen, auch wenn (noch) keine Symptome aufgetreten sind, enthält die Teststrategie auch Empfehlungen für vorsorgliche Testungen in weiteren Lebensbereichen.

Antigen-Schnelltests für alle Bürgerinnen und Bürger: Seit dem 8. März 2021 können sich alle Personen ohne Krankheitszeichen mindestens einmal in der Woche kostenlos mittels Antigen-Schnelltest auf das Coronavirus testen lassen. Die Schnelltests können durch geschultes Personal beispielsweise in Apotheken oder Testzentren durchgeführt werden. Über das Ergebnis wird ein Nachweis ausgestellt. Der Bund wird das aktuelle Angebot kostenloser Bürgertests – von Ausnahmen abgesehen – mit Wirkung vom 11. Oktober 2021 beenden.

Testungen in Unternehmen: Wenn beispielsweise Zusammenkünfte oder enge Kontakte am Arbeitsplatz nicht vermeidbar sind, tragen regelmäßige Testungen in Ergänzung zu den Infektionsschutzmaßnahmen dazu bei, Ansteckungen zu verhindern. Hierfür werden zwei- bis dreimal wöchentlich Antigen-Schnelltests empfohlen. Die Kosten trägt der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin.

Testungen in Schulen und Kitas: In Kitas und Schulen soll entsprechend dem Hygiene- und Testkonzept der jeweiligen Einrichtung mindestens einmal pro Woche getestet werden. Hierfür werden Antigen-Schnelltests oder Antigen-Selbsttests eingesetzt. Die Ausgestaltung von Testkonzepten für Schulen und Kitas liegt in der Zuständigkeit der Länder. Diese tragen auch die Kosten für die Tests.

Selbsttestung: Wenn beispielsweise ein privater Familienbesuch oder ein anderes privates Treffen geplant ist, kann ebenfalls ein vorsorglicher Antigen-Selbsttest sinnvoll sein. Die Kosten sind selbst zu tragen.

Bitte beachten Sie:
 Auch ein negatives Testergebnis, insbesondere eines Antigen-Schnelltests oder eines Antigen-Selbsttests, bedeutet nicht, dass  mit 100prozentiger Sicherheit keine Infektion mit dem Coronavirus vorliegt. Die Wahrscheinlichkeit, dass zum Zeitpunkt des Tests ausreichend Viren vorhanden sind, um andere anzustecken, ist aber geringer. Halten Sie stets zusätzlich die AHA+L-Formel ein. Ein positives Ergebnis im Schnelltest oder Selbsttest sollten Sie durch einen PCR-Test bestätigen lassen. Bis das PCR-Ergebnis vorliegt, sollten Sie sich zu Hause isolieren.


Gemäß aktuellem Bund-Länder-Beschluss benötigen Personen, die weder vollständig geimpft noch genesen sind, für bestimmte Orte einen Antigen-Schnelltest (maximal 24 Stunden alt) oder einen PCR-Test (maximal 48 Stunden alt). Dazu zählen Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, Einrichtungen der Behindertenhilfe, die Innengastronomie, Veranstaltungen und Feste in Innenräumen, Sportstätten im Innenbereich, Beherbergungsbetriebe und körpernahe Dienstleistungen.

Die Länder können diese 3G-Regel ganz oder teilweise aussetzen, solange die 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis stabil unter 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern liegt.

Die 3G stehen für vollständig geimpft, genesen und negativ getestet. In manchen Regionen können die Regeln noch strenger sein. Dort gilt beispielsweise für Clubs die 2G-Regel. Dies bedeutet, dass nur Personen, die geimpft oder genesen sind, Zutritt haben. Ein negativer Corona-Test reicht nicht aus.

Bitte beachten Sie die Regelungen in Ihrem Bundesland.

 

Antworten auf häufig gestellte Fragen


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Infografik – Übersicht Corona-Tests

Die Infografik „Welche Tests gibt es, um eine Corona-Infektion zu erkennen?“ zeigt auf einen Blick die Eigenschaften und Unterschiede der drei verschiedenen Corona-Tests und wie sie angewendet werden.

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Letzte Aktualisierung: 20.08.2021
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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 04.10.2021