Wirksamkeit der COVID-19-Impfstoffe

Impfstoffe gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 verringern das Risiko, an COVID-19 zu erkranken und bieten einen wirksamen Schutz vor schweren Krankheitsverläufen. Ihr Nutzen überwiegt bei weitem mögliche Risiken.


Impfschutz gemäß COVID-19-Schutzmaßnahmen-Verordnung

Der Impfschutz nach Grundimmunisierung im Sinne der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung wird bei den bisher in Deutschland verfügbaren mRNA-Impfstoffen Comirnaty® von BioNTech/Pfizer und Spikevax® von Moderna sowie bei dem Vektorimpfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca 14 Tage nach der zweiten Impfung erreicht. Auch bei dem Impfstoff COVID-19 Vaccine Janssen® von Johnson & Johnson bedarf es für einen vollständigen Impfschutz mittlerweile einer zweiten Impfung.

Für Personen, die bei der ersten Impfung Vaxzevria® (AstraZeneca) oder COVID-19 Vaccine Janssen® (Johnson & Johnson) erhalten haben, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) als zweiten Impfstoff zur Vervollständigung beziehungsweise Optimierung der Grundimmunisierung einen mRNA-Impfstoff. Bei Personen unter 30 Jahren soll hierfür nur der mRNA-Impfstoff Comirnaty® von BioNTech/Pfizer eingesetzt werden.

Zu der Frage, ab wann man nach der Impfung mit dem kürzlich zugelassenen Impfstoff Nuvaxovid® (Novavax) offiziell als geschützt gilt, gibt es noch keine Regelung. Diese wird in Kürze erfolgen. Auch wird die Ständige Impfkommission (STIKO) die Daten zu Nuvaxovid® im Hinblick auf Impfempfehlungen prüfen.


Wirksamkeit gegenüber Virusvarianten

Für die in Europa zugelassenen Impfstoffe gegen COVID-19 wurde insgesamt eine gute Wirksamkeit nachgewiesen, insbesondere im Hinblick auf den Schutz vor schweren Krankheitsverläufen.

Die Wirksamkeit der COVID-19-Impstoffe ist gegenüber den verschiedenen Virusvarianten des Coronavirus allerdings unterschiedlich. Weitere Informationen finden Sie unter „Wie wirksam sind die COVID-19-Impfstoffe?“ und „Was ist bisher über die Impfstoffwirksamkeit gegen die Omikron-Variante bekannt?“.


Auffrischimpfung für anhaltenden Immunschutz

Der Impfschutz nach der Impfung gegen COVID-19 lässt mit der Zeit nach. Zudem ist die Wirksamkeit der COVID-19-Impfstoffe gegenüber den Virusvarianten unterschiedlich. Die Auffrischimpfung verbessert den Impfschutz und verringert das Risiko der Übertragung des Virus. Daher empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) Auffrischimpfungen gegen COVID-19 (Booster-Impfungen) mit einem mRNA-Impfstoff für alle Personen ab 12 Jahren (siehe Themenseite „Auffrischimpfung gegen COVID-19“).

Die Booster-Impfung wird ab einem Alter von 18 Jahren in der Regel im Abstand von mindestens drei Monaten zur letzten Impfstoffdosis der Grundimmunisierung empfohlen (siehe Themenseite „Auffrischimpfung gegen COVID-19“). Die Empfehlung zur Auffrischimpfung gilt auch für Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel.

Bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren empfiehlt die STIKO die Auffrischimpfung in einem Zeitfenster von 3 bis 6 Monaten nach der Grundimmunisierung. Kinder und Jugendliche mit Vorerkrankungen sollen möglichst frühzeitig eine Auffrischimpfung erhalten. Kindern und Jugendlichen ohne Vorerkrankungen empfiehlt die STIKO dagegen einen eher längeren Impfabstand von bis zu 6 Monaten, da dadurch ein besserer Langzeitschutz erzielt werden kann.

Unabhängig davon, welcher Impfstoff zuvor verwendet wurde, soll für die Booster-Impfung ein mRNA-Impfstoff (Comirnaty® von BioNTech/Pfizer oder Spikevax® von Moderna) verwendet werden. Spikevax® soll jedoch nicht bei Personen unter 30 Jahren und bei Schwangeren eingesetzt werden.

Einen 100-prozentigen Schutz bietet keine Impfung (siehe „Impfdurchbrüche und ihre Ursachen“). Die STIKO empfiehlt daher, auch nach der Impfung weiterhin die AHA+L+A-Formel einzuhalten: Abstand halten, Hygiene beachten, im Alltag Maske tragen, regelmäßig lüften und Corona-Warn-App nutzen.

Impfdurchbrüche und ihre Ursachen

Trotz vollständiger Grundimmunisierung gegen COVID-19 kann es – wie auch bei anderen Impfungen – zu Impfdurchbrüchen kommen.

Aktuell nimmt die Anzahl an Impfdurchbrüchen zu. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Impfstoffe nicht wirksam sind. Die Gründe für die steigende Zahl von Impfdurchbrüchen sind:

  • Die Impfstoffe haben zwar eine sehr gute Wirksamkeit, sie beträgt aber nicht 100 Prozent. Zudem ist die Wirksamkeit der COVID-19-Impfstoffe insbesondere bei der Virusvariante Omikron geringer. Daher können die Impfungen nicht bei allen Geimpften Infektionen verhindern. Infektionen bei Geimpften verlaufen aber meist ohne Symptome oder nur mit leichter Erkrankung. Die Impfung schützt gut vor schweren Erkrankungen, die einen Krankenhausaufenthalt notwendig machen.
  • Mit der Zeit lässt der Immunschutz durch die Impfung nach. Daher wird aktuell zu Auffrischimpfungen (Booster-Impfungen) aufgerufen. Dadurch wird der Immunschutz wieder deutlich verbessert und das Risiko von Impfdurchbrüchen gesenkt. Mehr Informationen zum Thema Booster-Impfung finden Sie auf der Themenseite „Auffrischimpfung gegen COVID-19“.
  • Für die Anzahl der Impfdurchbrüche spielt das Infektionsgeschehen eine wichtige Rolle. Je höher die Inzidenzen und die Verbreitung des Virus, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch Geimpfte infiziert werden. Aufgrund der hohen Infektionszahlen in Deutschland sind entsprechend mehr Impfdurchbrüche zu erwarten.

Schutzmaßnahmen in Zeiten sehr hoher Inzidenzen – auch für Geimpfte wichtig!

Die Impfung ist der beste Schutz vor COVID-19 – insbesondere vor schweren Krankheitsverläufen. Aber eine Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 und dessen Weitergabe an andere ist auch bei Geimpften und Genesenen möglich, wenn auch in geringerem Umfang. Zudem verläuft eine SARS-CoV-2-Infektion bei geimpften Personen häufig ohne oder mit nur schwachen Symptomen, sodass hier eine unbemerkte Übertragung des Virus möglich ist.

Deswegen ist es wichtig, dass Sie sich und andere schützen, auch wenn Sie geimpft sind:

  • Schränken Sie Ihre persönlichen Kontakte auf möglichst wenige Menschen ein. Je weniger Treffen stattfinden, desto geringer ist das Risiko, sich und andere anzustecken.
  • Halten Sie sich an die AHA+L+A-Formel: Abstand halten, Hygiene beachten, im Alltag Maske tragen, regelmäßig lüften und die Corona-Warn-App nutzen.
  • Machen Sie einen Corona-Test, bevor Sie andere Menschen treffen, die ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben. Auch ohne Krankheitszeichen kann man das Coronavirus übertragen.
  • Beachten Sie die geltenden Regeln von 3G bis 2G-Plus, die an vielen Orten einzuhalten sind.
  • Denken Sie an die Einreiseregelungen bei der Rückkehr aus dem Ausland.

Antworten auf häufig gestellte Fragen


Letzte Aktualisierung dieser Seite: 24.01.2022