Wirksamkeit der COVID-19-Impfstoffe

Impfstoffe gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 verhindern, an COVID-19 zu erkranken und bieten einen hochwirksamen Schutz vor schweren Krankheitsverläufen. Ihr Nutzen überwiegt bei weitem mögliche Risiken.


Wirksamkeit der Impfstoffe gegen COVID-19

Für alle vier aktuell in Europa zugelassenen Impfstoffe gegen COVID-19 wurde eine gute bis sehr gute Wirksamkeit in allen untersuchten Altersgruppen nachgewiesen, insbesondere im Hinblick auf den Schutz vor schweren Krankheitsverläufen.

Die Wahrscheinlichkeit, an COVID-19 zu erkranken, ist bei geimpften Personen je nach Impfstoff um rund 65 bis 95 Prozent geringer als bei nicht geimpften Personen. Einen 100-prozentigen Schutz kann jedoch keine Impfung bieten. Vollständig geimpfte Personen, die sich trotzdem mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 angesteckt haben, entwickeln in der Regel aber nur leichte Symptome oder bleiben ohne Krankheitszeichen. Zudem ist das Risiko einer Virusübertragung durch vollständig geimpfte und dennoch infizierte Personen so sehr reduziert, dass sie für das Infektionsgeschehen keine wesentliche Rolle mehr spielen.

Der volle Impfschutz wird beim COVID-19-Impfstoff von Janssen 14 Tage nach der Einmalimpfung und bei allen anderen COVID-19-Impfstoffen 14 Tage nach der zweiten Impfung erreicht.

Unklar ist bisher, wie lange der Schutz der Impfungen anhält. Wie auch bei anderen neuen Impfstoffen liegen für die COVID-19-Impfstoffe derzeit noch keine Langzeitdaten vor, die zeigen, ob und wenn ja, in welchem Zeitabstand eine Auffrischimpfung erforderlich sein wird.

Das Risiko einer Virusübertragung auf andere ist bei vollständigem Impfschutz zwar stark vermindert. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass einige Menschen sich trotz Impfung bei Kontakt mit SARS-CoV-2-infizierten Personen anstecken und infektiöse Viren ausscheiden. Daher empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO), auch nach der Impfung weiterhin die AHA+L+A-Formel einzuhalten: Abstand halten, Hygiene beachten, im Alltag Maske tragen, regelmäßig lüften und Corona-Warn-App nutzen.

Schutz der COVID-19-Impfstoffe gegen Virusvarianten

Durch Mutationen, d. h. Veränderungen im Erbmaterial des Virus, sind neue besorgniserregende Varianten des Coronavirus SARS-CoV-2 entstanden (siehe auch Themenseite „Mutationen: Neue Virusvarianten von SARS-CoV-2“). Virusvarianten gelten als besorgniserregend, wenn sich ihre Eigenschaften aufgrund der Mutationen so verändern, dass sie beispielsweise ansteckender sind, gefährlichere Krankheitsverläufe verursachen können oder weniger empfindlich auf Impfstoffe reagieren. Auch könnte es sein, dass Menschen, die von COVID-19 genesen sind, vor anderen Virusvarianten weniger gut geschützt sind als vor dem Coronavirus, das die SARS-CoV-2-Infektion verursacht hat.

In Deutschland ist derzeit die Virusvariante B.1.1.7 vorherrschend. Alle Impfstoffe, die aktuell in Deutschland zur Verfügung stehen, schützen nach derzeitigen Erkenntnissen vor einer Erkrankung durch die Variante B.1.1.7. Auch wenn eine Impfung eventuell nicht so gut vor einer Infektion mit anderen Virusvarianten schützt, so wird doch davon ausgegangen, dass die Impfung zumindest schwere Krankheitsverläufe verhindern kann (siehe auch Frage „Kann ein COVID-19-Impfstoff Schutz bieten, wenn das SARS-CoV-2-Virus mutiert?“).

Antworten auf häufig gestellte Fragen


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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 31.05.2021