Glossar zu COVID-19

Wesentliche Begriffe kurz erläutert


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A


Ansteckungsverdächtig (infiziert)

  • Personen, von denen anzunehmen ist, dass sie Krankheitserreger aufgenommen haben, ohne (bisher) Krankheitszeichen zu zeigen
  • Beispiel: COVID-19 wurde bei jemandem festgestellt, mit dem die Person direkten Kontakt hatte

Antikörper

  • Körpereigene Abwehrstoffe, Bluteiweiße (Immunglobuline)
  • Werden vom Immunsystem bei einer Infektion speziell gegen den jeweiligen Krankheitserreger produziert
  • Verschiedene Klassen bekannt (z.B. IgM, IgG, IgA- Antikörper)

Antikörperbestimmung

  • Prinzip: Nachweis von gegen SARS-CoV-2 gerichteten IgM- und IgG-Antikörpern aus Blutprobe
  • Könnte im Verlauf der Pandemie hohe Relevanz entwickeln, da so vielleicht festgestellt werden kann, wer nach durchgemachter Infektion bereits immun ist (bzw. um Impftiter zu bestimmen) 
  • Es gibt verschiedene Antikörpertypen (Immunglobuline):
  • IgM- steigt als erstes an, Nachweis einer frischen Infektion
  • IgG- folgt nach ca 3-4- Tagen, länger nachweisbar
  • IgA- oft auf Schleimhäuten
  • Unklar ist noch, ob nachgewiesene IgG-Antikörper vor einer Neuinfektion schützen und wie lange sie gegebenenfalls wirken

Atemhilfen/Beatmung

  • Ziel beim Einsatz einer Atemhilfe ist die kurz- oder langfristige Übernahme einer gestörten oder ausgefallenen Atemfunktion
  • Grundsätzlich werden die nicht invasive Beatmung über eine Maske und die invasive Beatmung über einen Schlauch in der Luftröhre unterschieden. Je nach Krankheitsbild werden verschiedene Beatmungsformen angewandt

Ausscheider

  • Eine Person, die Krankheitserreger ausscheidet und dadurch eine Ansteckungsquelle für die Allgemeinheit sein kann, ohne krank oder krankheitsverdächtig zu sein

B


Behandlung

  • bislang keine spezifische, d. h. direkt gegen das Virus gerichtete Therapie bei COVID-19 vorhanden
  • behandelt werden die Krankheitszeichen (sog. symptomatische Therapie, z. B. Fiebersenkung, Sauerstoffgabe/Beatmung, Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes, evtl. Antibiotikagabe bei Sekundärinfektionen) und evtl. vorliegende Grunderkrankungen

neue Therapieansätze:

  • Inhibitoren der viralen RNA-Synthese, z.B. Remdesivir
    • hemmen die Virusvermehrung
  • Antivirale Entry-Inhibitoreno
    • erschweren das Andocken des Virus an Körperzellen
  • Immunmodulatoren
    • sollen eine überschießende und damit schädliche Reaktion des Immunsystems eindämmen
  • Immuntherapien (passive Immunisierung, Plasmaspende)
    • Blutplasma von bereits genesenen COVID-19 Patienten enthält Antikörper gegen SARS-CoV-2, diese können schwerkranken COVID-19 Patienten verabreicht werden

C


Coronaviren

  • erstmals Mitte der 1960er Jahre identifiziert
  • bilden eine große Familie von Viren, von denen einige beim Menschen Krankheitszeichen einer gewöhnlichen Erkältung verursachen
  • MERS-CoV (Middle East Respiratory Syndrome Coronavirus) und SARS-CoV (Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus) sind durch Coronaviren ausgelöste Infektionskrankheiten

COVID-19

  • offizielle Bezeichnung der Erkrankung, die durch das Virus SARS-CoV-2 ausgelöst wird
  • COVID-19 steht für „Corona Virus Disease 2019”

D


Desinfektion

  • Abtötung oder Inaktivierung aller Krankheitserreger
  • Ziel ist die Vermeidung einer Infektion

Dunkelziffer

  • Offiziell nicht bekannt gewordene Zahl an Infektionen

Durchseuchung

  • Verbreitungsgrad einer Infektionskrankheit
  • Gibt an, wie viele Menschen in einer Gruppe (zum Beispiel Bewohner eines Landes) mit einem Krankheitserreger infiziert oder an einer Erkrankung erkrankt sind oder waren

E


ECMO

  • Droht ein vollständiges Versagen der Atem- und Kreislauffunktion, kann eine sogenannte ECMO (extrakorporale Membranoxygenierung) eingesetzt werden.
  • Die ECMO ist eine technische Methode, bei der das Blut eines Patienten mit Lungenversagen mittels einer sich außerhalb des Körpers befindlichen Maschine künstlich mit Sauerstoff angereichert wird.
  • Wird ein Patient an eine ECMO angeschlossen, übernimmt die ECMO vorübergehend die Aufgaben der Lunge, bis diese sich wieder erholt hat.

Epidemie

  • Im Falle einer Epidemie treten Erkrankungsfälle mit einheitlicher Ursache zeitlich und räumlich begrenzt auf. Der Begriff bezieht sich meist auf Infektionskrankheiten

Exitstrategie

  • Lockerung der Maßnahmen (wie z.B. Kontaktbeschränkungen, Schließungen von Schulen und Kitas, Verbot von Veranstaltungen), um die Ausbreitung von SARS-CoV-2 zu verhindern und die besonders gefährdeten Menschen zu schützen
  • Aktuelle Informationen zur Situation in Ihrem Bundesland finden Sie hier
  • Bitte informieren Sie sich auch zu den regionalen bzw. lokalen Maßnahmen, die zu beachten sind. Dazu können Sie sich auf den Internetseiten Ihrer Gemeinde bzw. Ihrer Stadt informieren. 

H


Häusliche Quarantäne

  • Schutzmaßnahme, um die Verbreitung von SARS-CoV-2 einzudämmen
  • zeitlich befristete Isolierung von ansteckungsverdächtigen Personen oder von Personen, die möglicherweise das Virus ausscheiden 
  • Vorgehen ist im Infektionsschutzgesetz (IfSG) geregelt

Weitere Informationen finden Sie hier.

Herdenimmunität

  • wenn eine bestimmte Anzahl von Menschen gegen einen Erreger immun ist (als Folge einer durchgemachten Erkrankung oder durch Impfung), kann sich der Erreger nicht weiterverbreiten
  • dadurch werden auch Menschen geschützt, die nicht geimpft sind, z.B. weil sie aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können oder zu jung für die jeweilige Impfung sind

Hintergrundinfektion

  • Infektion, die unbemerkt bleibt (weil sie z.B. ohne Symptome verläuft)

Hyperkoagulopathie

  • Die Hyperkoagulopathie ist eine krankhaft erhöhte Gerinnbarkeit des Blutes, dies kann zur Bildung von Thromben (lokalen Blutgerinnseln) und Thrombembolien (Verschluss eines Gefäßes durch ein losgelöstes Blutgerinnsel) führen.
  • Folgen einer Thrombembolie können z.B. sein: Schlaganfall (Hirninfarkt), Herzinfarkt, Lungenembolie

I


Immunität

  • wahrscheinlich Immunität gegenüber dem neuartigen Coronavirus nach durchgemachter COVID-19-Erkrankung, die Dauer der Immunität ist noch unklar
  • erneute Infektion nach überstandener Erkrankung kann jedoch noch nicht ganz ausgeschlossen werden
  • Nachweis einer Immunisierung durch Infektion (und ggf. auch die Bestimmung von Impftitern zum Nachweis einer erfolgreichen Impfung) erfolgt durch Antikörper-Bestimmung (serologischer Nachweis, d.h. ein Bluttest)

Impfung

  • bislang ist eine Impfung gegen COVID-19 noch nicht möglich, intensive Forschungen zur Entwicklung eines Impfstoffes laufen
  • derzeit werden v.a. drei Ansätze verfolgt 
    • Genbasierte Impfstoffe
    • Lebendimpfstoffe mit Vektorviren
    • Totimpfstoffe mit Virusproteinen

Infektionsschutzgesetz (IfSG)

  • Das deutsche Infektionsschutzgesetz (IfSG) regelt seit dem 1. Januar 2001 die gesetzlichen Pflichten zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen
  • Ziel des Gesetzes ist es, Krankheiten vorzubeugen sowie Infektionen frühzeitig zu erkennen und ihre Verbreitung zu verhindern
  • Im IfSG ist festgelegt, welche Krankheiten (und welche labordiagnostischen Nachweise von Erregern) bei Verdacht, Erkrankung oder Tod meldepflichtig sind. Die Meldung erfolgt an das zuständige Gesundheitsamt.

Hier finden Sie den Gesetzestext.

Inkubationszeit

  • Zeitraum von der Ansteckung bis zum Auftreten von Krankheitszeichen
  • liegt im Mittel bei 5 bis 6 Tagen (Spannweite 1 bis 14 Tage) 

Isolierung, häusliche

  • COVID-19-Erkrankte sollen zu Hause den Kontakt zu Familienmitgliedern und Mitbewohnern vermeiden, um eine Verbreitung der Viruserkrankung zu verhindern
  • Betroffene mit leichtem Krankheitsverlauf können so die Erkrankung zu Hause auskurieren, und so das Risiko reduzieren, andere Menschen anzustecken
  • auch notwendig für Patientinnen und Patienten mit schwerem Krankheitsverlauf nach Entlassung aus dem Krankenhaus zur Rekonvaleszenz
  • Während der Zeit der Isolation sind besondere Verhaltens- und Hygienemaßnahmen zu beachten.
  • Aufhebung einer häuslichen Isolierung erfolgt frühestens 14 Tage nach Auftreten der ersten Krankheitszeichen bzw. 14 Tage nach der Entlassung aus dem Krankenhaus und wenn sich seit mindestens 48 Stunden keine Krankheitszeichen mehr zeigen (nach Rücksprache mit dem Arzt).

Informationen des Robert Koch-Institut für an COVID-19 Erkrankte und Angehörige zur häuslichen Isolierung, auch in Fremdsprachen, finden Sie hier.

K


Krankheitszeichen von COVID-19

  • Bandbreite reicht von „ohne Krankheitszeichen“ bis hin zu einer schweren Lungenentzündung, bei der intensivmedizinische Betreuung und ggf. Beatmung notwendig wird
  • häufigste Krankheitszeichen nach derzeitigen Erkenntnissen: trockener Husten, Fieber, Störungen oder Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns, Halsschmerzen und Abgeschlagenheit oder Müdigkeit
  • Weitere mögliche Krankheitszeichen: Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Konjunktivitis (Bindehautentzündung), Hautausschlag, Lymphknotenschwellung, Apathie (Teilnahmslosigkeit), Somnolenz (Benommenheit oder Bewusstseinsstörung)
  • Bei einem kleinen Teil der Patienten kommt es zu schweren Verlaufsformen mit der Notwendigkeit des Einsatzes von Atemhilfen und Beatmung, außerdem kann es zum Versagen weiterer Organsysteme kommen (z.B. Nieren oder Herz-Kreislaufsystem).
  • Fallen mehrere lebenswichtige Organe gleichzeitig aus oder weisen schwere Funktionseinschränkungen auf, spricht man von Multiorganversagen. Berichtet werden auch Gerinnungskomplikationen (z.B. Hyperkoagulopathie).
  • Droht ein vollständiges Versagen der Atemfunktion, kann eine sogenannte ECMO (extrakorporale Membranoxygenierung, eine Art Herzlungenmaschine) eingesetzt werden. Wird ein Patient an eine ECMO angeschlossen, übernimmt diese vorübergehend die Aufgaben der Lunge, bis diese sich wieder erholt hat.
  • Es gibt außerdem neurologische Erkrankungen im Zusammenhang mit COVID-19, die von allgemeinen Symptomen wie Kopfschmerzen und Schwindel über Störungen des Geruchs- und Geschmackssinns bis hin zu Krampfanfällen und schweren Entzündungen des Gehirns und Nervensystems reichen.

L


Letalität

  • entspricht dem Anteil der Verstorbenen an allen COVID-19-Erkrankten
  • genaue Daten dazu liegen nicht vor, da die Anzahl an tatsächlichen Erkrankungs- und insbesondere symptomlosen Infektionsfällen nicht bekannt ist

M


Mund-Nasen-Bedeckung

  • wirksamster Schutz vor Ansteckung erfolgt durch Einhaltung der Hygienemaßnahmen und der Verhaltensregeln und -empfehlungen 
  • Das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen kann neben anderen Maßnahmen nach aktuellem Wissensstand helfen, die Verbreitung von SARS-CoV-2 weiter einzudämmen – auch wenn keine Krankheitszeichen vorliegen.
  • SARS CoV-2, welches die Erkrankung COVID-19 auslöst, wird beim Sprechen, Husten und Niesen über die Atemluft (Tröpfchen und /oder Aerosole, s.FAQ) in die Umgebung verbreitet. Daher liegt es nahe, eine Mund-Nasen-Bedeckung als mechanische Barriere bzw. Bremse zu tragen.
  • nur wirksam, wenn die Maske eng anliegend sitzt, bei Durchfeuchtung gewechselt und während des Tragens nicht berührt wird, auch das An- und Ablegen muss hygienisch einwandfrei erfolgen (s. Merkblatt, Videos)

P


Pandemie

  • Pandemie bezeichnet eine Epidemie, die sich in einem bestimmten Zeitraum weltweit ausbreitet
  • COVID-19 wurde am 11.03.2020 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu einer Pandemie erklärt 

Persönliche Schutzausrüstung (PSA)

  • Ausrüstung, die eine Person trägt, um sich vor Risiken zu schützen, die ihre Sicherheit oder Gesundheit gefährden könnte
  • Personen im klinischen Bereich, die Patienten mit bestätigter oder wahrscheinlicher COVID-19 versorgen, sollten einen Schutzkittel, Einweghandschuhe, einen mindestens dicht anliegenden Mund-Nasen-Schutz bzw. eine Atemschutzmaske (FFP2-Masken) und eine Schutzbrille tragen

Weitere Informationen des Robert Koch-Instituts finden Sie hier.

Plasma

  • Wässriger Bestandteil des Blutes, der unter anderem Antikörper und – im Gegensatz zum Serum – auch Eiweiße für die Blutgerinnung enthält
  • Hauptbestandteile des Plasmas sind neben Wasser die Plasmaproteine (spezielle Eiweiße), Elektrolyte (Blutsalze) wie Natrium oder Kalzium, Hormone, Gerinnungsfaktoren und Enzyme

Plasmaspende

  • Teil-Blutspende von Patienten, die COVID-19 überstanden haben
  • enthaltene Antikörper werden isoliert und angereichert und können so aktuell erkrankten Patienten helfen

R


Rachenabstrich (Nachweis der akuten Infektion)

  • Test erfolgt durch einen tiefen Nasen- oder Rachenabstrich und/oder einer Untersuchung des Auswurfs (im klinischen Bereich auch Spülung der Atemwege, sogenannte Lavage)
  • Prinzip: Nukleinsäurenachweis aus Atemwegssekreten mittels Real-time Reverse-Transkriptase-Polymerase-Kettenreaktion (Real-Time RT-PCR)
    • Goldstandard zur Detektion von SARS-CoV-2 in der Akutdiagnostik, ist v.a. in der Frühphase (1. Woche) sehr zuverlässig

Risikogruppen

Personengruppen mit erhöhtem Risiko für schwere Verläufe:

  • ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50 bis 60 Jahren)
  • Raucher*innen
  • Menschen mit sehr starkem Übergewicht
  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. koronare Herzerkrankung und Bluthochdruck), chronischen Lungenerkrankungen (z. B. Asthma, COPD), chronische Lebererkrankungen, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Krebserkrankungen und Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z. B. Cortison)

Informationen für chronisch kranke Menschen finden Sie hier.

S


SARS-CoV-2

  • offizielle Bezeichnung des neuartigen Coronavirus
  • neuer Erreger aus der Gruppe der Coronaviren
  • SARS steht für „schweres akutes respiratorisches Syndrom“, d. h. schweres akutes Atemwegssyndrom
  • erstmals aufgetreten auf einem Markt in Wuhan in der Provinz Hubei, China, Ende Dezember 2019.  Diskutiert wird aufgrund von Untersuchungen des Virusgenoms (Erbinformation des Virus) ein möglicherweise schon im Herbst 2019 gestartetes weltweites Ausbruchsgeschehen

Schmierinfektion

  • Schmierinfektion wird auch als Kontaktinfektion bezeichnet
  • Krankheitserreger werden über eine Kette von Berührungen weitergegeben, z.B. über gemeinsam genutzte Türgriffe, Aufzugknöpfe oder Handläufe
  • Viren oder andere Keime werden über die Hände aufgenommen, anschließend unbemerkt zu Mund, Nase oder Augen geführt und hier über die Schleimhäute aufgenommen. Daher die Empfehlung, sich mit den Händen nicht ins Gesicht zu fassen.
  • Auch über das Händeschütteln kann eine Schmierinfektion erfolgen, wenn vorab z. B. eine Person mit einer Grippe in die Hand geniest hat und hier Viren anhaften

Weitere Informationen finden Sie hier.

Schnelltest

  • Prinzip: Nachweis von gegen SARS-CoV-2 gerichteten Antikörpern
  • Aus Kapillarblut (z.B. Fingerbeere)
  • Schnelles Ergebnis, aber aktuell noch nicht ausreichend zuverlässig

Serokonversion

  • Serokonversion bedeutet das erstmalige Auftreten erregerspezifischer Antikörper im Serum nach einer Infektion oder Schutzimpfung
  • unter Serokonversion versteht man auch den Übergang von einer frühen (Bildung sogenannter IgM-Antikörper) in eine späte (Bildung sogenannter IgG-Antikörper) Immunantwort im Verlauf einer Infektionskrankheit

Serologie

  • Teilgebiet der Immunologie, das sich mit Antikörper-Antigen-Reaktionen im Labor beschäftigt

Serum

  • Wässriger Bestandteil des Blutes
  • Enthält u.a. Antikörper
  • Im Gegensatz zum Plasma enthält das Serum jedoch keine Eiweiße für die Blutgerinnung

Soziale Distanzierung

  • Soziale Distanzierung bedeutet, den (körperlichen) Kontakt zu anderen Menschen zu reduzieren
  • Ziel ist die Eindämmung einer ansteckenden Krankheit, derzeit COVID-19
  • Umsetzung in der Praxis erfolgt durch bestimmte Verhaltensregeln, z. B. mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Personen zuhalten, auf das Händeschütteln zu verzichten, Menschenansammlungen zu meiden
  • Ziel der Maßnahmen der sozialen Distanzierung ist im Falle von COVID-19 vor allem der Schutz Älterer und chronisch Kranker vor einer Infektion

Sputum

  • Sekret der tiefen Atemwege, das beim Husten in den Rachen gelangt und ausgespuckt werden kann

Systemrelevante Berufe

  • Kritische Infrastrukturen (KRITIS) sind Organisationen oder Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen, z.B. Polizei, Versorgungswerke- Strom, Gas, Wasser, Post, medizinisches Versorgungssystem, Lebensmittelhandel etc.
  • Ausfall oder Beeinträchtigung kritischer Infrastruktur würde zu nachhaltig wirkenden Versorgungsengpässen, erheblichen Störungen der öffentlichen Sicherheit oder anderen ernsthaften Folgen führen

T


Testung

Triage

  • Begriff stammt aus der Notfallmedizin 
  • bezeichnet die Methodik, den Schweregrad einer Erkrankung bzw. Verletzung von Patienten zu erkennen und die Behandlungsdringlichkeit festzulegen
  • Bei COVID-19-Erkrankten geht es um die Entscheidung, wer bei eingeschränkten Behandlungskapazitäten vorrangig intensivmedizinisch behandelt, z. B. beatmet, wird.

Tröpfcheninfektion

  • Krankheitserreger (z. B. Viren), die im Rachenraum oder im Atmungstrakt siedeln, gelangen beim Niesen, Husten oder Sprechen durch winzige Speichel-Tröpfchen an die Luft und werden anschließend von einem anderen Menschen eingeatmet bzw. direkt über die Schleimhäute der oberen Luftwege aufgenommen
  • Die Ansteckung durch Tröpfcheninfektion erfolgt in den meisten Fällen innerhalb einer Entfernung von etwa einem bis zwei Metern. Daraus folgt die Empfehlung, mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Personen zu halten.
  • Durch Tröpfcheninfektion ausgelöste Krankheiten sind z. B.: grippale Infekte, Grippe, Scharlach und auch SARS-CoV-2 

Weitere Informationen finden Sie hier.

U


Übertragungsweg

  • SARS-CoV-2 wird von Mensch zu Mensch übertragen
  • vor allem über Tröpfcheninfektion, wenn virushaltige Tröpfchen an die Schleimhäute der Atemwege gelangen
  • theoretisch möglich ist auch eine Schmierinfektion über die Hände, die mit der Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden
  • bislang kein Nachweis über eine Infektion des Menschen auf anderem Weg, z. B. Verzehr kontaminierter (verunreinigte) Lebensmittel oder Kontakt zu kontaminierten Gegenständen

V


Viruslast

  • Anzahl an Viren in einer bestimmten Menge Blut bzw. anderer Körperflüssigkeit (z.B. Rachensekret)

Weitere Informationen über das neuartige Coronavirus finden Sie unter:

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 26.06.2020